Bewerbung als Franchisenehmer

Der Großteil der Existenzgründungen scheitert an einem unklaren Konzept und einer mangelhaften Vorbereitung. Eine besonders vorteilhafte Möglichkeit der Selbstständigkeit ist das Franchise. Zunächst sollte sich ein Überblick über den Markt verschafft werden. Bei einem System sollte dieses auf die jeweilige Branche, die Größe und das Alter des Systems sowie die Investitionssumme untersucht werden. Vor einem Franchise-Projekt sollten Sie sich über dessen Wirtschaftlichkeit informieren und sich im Vorhinein unabhängig und professionell beraten lassen.
 

Die Vorbereitung auf ein Gespräch

In der Franchise-Zentrale werden die ersten unverbindlichen Gespräche geführt. Hier kann ein erster Eindruck hinterlassen und später vertieft

werden. Für das erste Treffen sollte ein Fragenkatalog erarbeitet werden, welcher im Gespräch als Leitfaden dienen kann. Hier kann deutlich erkannt werden, ob die Arbeit mit Ihren Erwartungen einer Selbständigkeit übereinstimmt.

Was ist beim ersten Treffen zu beachten?

Vor einem Treffen mit den Franchise-Partnern sollten Sie Ihren Businessplan bei unabhängigen Stellen wie einem Steuerberater, Unternehmensberater oder Franchise-Anwalt überprüfen lassen. Nur so können Sie sich sicher sein, dass Sie auch rechtlich abgesichert sind. Falls ein Vertrag mit dem Businesspartner zustande kommt, sollte dieser nicht sofort unterzeichnet werden. Bei Franchise-Verträgen ist es von besonderer Wichtigkeit, dass diese erst unterzeichnet werden, wenn die Finanzierung durch den Franchise-Partner schriftlich zugesagt wurde.
 

Rechtliche Aspekte

Im Bereich des Franchising können die rechtlichen Aspekte sehr unterschiedlich ausfallen. Die Kooperationsverträge sind sehr vielseitig und fallen zumeist sehr individuell aus. Allerdings sollten einige Punkte ganz besonders beachtet werden. Dazu gehört, dass im Vertrag Vertragsgebiet und Betriebsstandort festgelegt sind. Darüber hinaus sollten die Schulungs- und Marketingleistungen des Franchise-Partners genau so wie der Transfer von Know-How beschrieben werden. Darüber hinaus ist es von besonderer Wichtigkeit, dass die Pflichten und Rechte des Existenzgründers beschrieben werden. In einem Franchise-Unternehmen sind Instandhaltung, Lieferanten, Bezugsvereinbarungen sowie Ausstattungs- und Einrichtungsgegenstände zumeist fest definiert. Besonders wichtig ist es, dass die Vertragsdauer so gefasst wird, dass sich die Investitionen des Existenzgründers amortisieren.
 

Das richtige Auftreten beim Gespräch mit dem Franchise-Partner

Im Gespräch mit einem Franchise-Partner ist es von besonderer Wichtigkeit, dass Sie die gängigen Umgangsformen beherrschen. Das Auftreten muss seriös, taktvoll und kompetent wirken. Nur wer sich richtig präsentiert kann auch Erfolg haben. Zunächst muss die Kleidung dem gängigen Standard entsprechen, beim Treffen mit Franchise-Partnern sollte stets ein Anzug getragen werden. Dieser kann durch Accessoires wie Manschettenknöpfe, einer Uhr oder einer Krawattennadel verziert werden. Die Schuhe sollten sauber sein und der Haarschnitt gepflegt erscheinen.


Neben der rein optischen Erscheinung sollte auch das Verhalten dem Standard eines Geschäftstreffens angepasst sein. Stehen Sie gerade, sehen Sie dem Gegenüber beim Gespräch in die Augen und ergänzen Sie Ihre Reden mit einer ansprechenden Körpersprache. Bei der Begrüßung sollten Sie dem Franchise-Partner direkt in die Augen schauen und sich so vorstellen: "Guten Tag, ich heiße Herr Mustermann". Bei der Präsentation der Geschäftsidee und des Businessplans sollten moderne Medien wie Beamer und PowerPoint-Präsentation genutzt werden. Falls diese ansprechend gestaltet sind, hinterlässt dies einen professionellen Eindruck. Zudem können Sie von sich selbst ablenken, sodass Ihre Rede besser verfolgt werden kann. Seien Sie im Gespräch stets aufmerksam und lassen Sie Ihren potentiellen Franchise-Partner ausreden. Feingefühl ist etwas was erarbeitet werden muss, versuchen Sie deshalb selbstbewusst, aber trotzdem dezent aufzutreten.

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