Umsatz steigern mit Geotargeting (Immobilien)

Zielgruppe ausgewählt im Radius

In der Immobilienbranche in Deutschland fristet das Marketing eher ein kümmerliches Dasein. Insbesondere die kleinen Unternehmen betreiben nur sehr wenig Marketing. Doch auch in großen Unternehmen gibt es oft genug nur einen einzigen Mitarbeiter für Marketingaktivitäten und Öffentlichkeitsarbeit. In der Immobilienbranche gilt wie anderswo auch: „Wer nicht wirbt, der stirbt.“ Dennoch sehen viele Entscheider die Notwendigkeit nicht, diesen Zustand zu verändern. Die Ansicht, dass die Vermarktung von Immobilien eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt oder räumliche Faktoren die Markenkommunikation wesentlich beeinflussen, ist weit verbreitet. Dadurch kommen selten pauschalisierte Marketingkonzeptionen zum Einsatz, weil sie keinem speziellen Produkt gerecht werden. In der Immobilienbranche sind sehr individuelle und produktspezifische Marketingkonzepte gefragt, also für diese eine besondere Immobilie, die zur Vermarktung ansteht.
 

Unternehmensbezogenes und objektbezogenes Marketing

In der Immobilienwirtschaft gibt es grundsätzlich nicht nur ein Marketing. Damit unterscheidet sich die Branche wesentlich von den meisten anderen Branchen. Dennoch lassen sich die Methoden und Eigenschaften des originären Marketings auch auf diese spezielle Branche übertragen. Hier können Sie Ihr Unternehmen in der Immobilienbranche und Ihre spezifischen Leistungen hervorheben. Dazu zählen beispielsweise Imageanzeigen für Ihr Unternehmen.

Demgegenüber gibt es auch das derivative Marketing. Damit bewerben Sie die Objekte in Ihrem Portfolio sowie die Objekte Ihrer Kunden, die sie vermitteln möchten. Dazu gehören beispielsweise Objektgesuche oder Angebotsanzeigen. Diese beiden Seiten des Immobilienmarketings beeinflussen sich gegenseitig. Sie haben einerseits unternehmensbezogene Kommunikationsziele und andererseits objektbezogene:
 

  • Unternehmensbezogene Kommunikationsziele

    • Sie bauen sich ein Image auf hinsichtlich der Qualität Ihrer Beratung, der Flexibilität, Sympathie und Seriosität.

    • Sie steigern den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens bei einer spezifischen Zielgruppe oder in einem klar definierten Einzugsgebiet.

    • Sie führen ein neues Erscheinungsbild ein.

    • Sie gewinnen dadurch Marktanteile und können Ihren Umsatz steigern.
       

  • Objektbezogene Kommunikationsziele

  • Sie steigern den Bekanntheitsgrad Ihrer Objekte oder eines Investors.

  • Sie schaffen ein positives Image.

  • Sie differenzieren Ihr Immobilienangebot gegenüber Mitbewerbern.

  • Sie wollen ein bestimmtes Kontingent an Wohn- oder Geschäftsräumen vermieten oder verkaufen.

  • Sie möchten Interessentenadressen sammeln.

Der größte Unterschied zum Marketing in anderen Branchen ist inhaltlich. Sie kommunizieren immobilienspezifische Informationen, wie beispielsweise Standortinformationen. Der potenzielle Kunde sollte sofort erkennen können, dass er bei Ihnen als Unternehmen genau richtig ist und auch die richtigen Objekte bei Ihnen finden kann.
 

Was ist Geotargeting?

Geotargeting, auch Geolokalisierung genannt, ist ein wichtiger Bestandteil des Onlinemarketings in vielen Branchen. Es handelt sich um standortbezogenes Targeting, das heißt, dass beispielsweise Anzeigen nicht jederzeit allen Nutzern angezeigt werden. Nur bestimmte Nutzer sehen diese Anzeige, in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Standort. Zur Standortermittlung kommen nicht nur GPS-Daten der Smartphones infrage, auch die IP-Adresse oder Datenbanken lassen sich dazu auswerten. Geotargeting war eigentlich schon immer wichtig im Marketing, auch als es noch kein Internet gab. So haben beispielsweise Einkaufszentren ihre Außenwerbung nur in ihrem Einzugsgebiet aufgestellt. Sich weiter entfernt befindende Empfänger sind in der Regel nicht an der Werbung interessiert. Geotargeting ist eine Möglichkeit, die Streuung zu reduzieren sowie die Konversionsrate zu erhöhen. Die Konversionsrate gibt, im Beispiel mit dem Einkaufszentrum, Aufschluss darüber, wie viele Empfänger die Außenwerbung sehen und dann das Einkaufszentrum auch tatsächlich besuchen. Im Onlinemarketing ist die Konversionsrate eine essenzielle Kenngröße.
 

Wie funktioniert die Standortermittlung?

Auf Internetseiten, einer Landingpage oder einem Onlineshop landen normalerweise viele, sehr verschiedene Nutzer. Um die potenziellen Kunden richtig ansprechen zu können, wäre eine individuelle Darstellung optimal. Mithilfe von Geotargeting können Sie Ihr Angebot auf der Grundlage des Standortes Ihres Besuchers personalisieren. Benutzerspezifische Inhalte stehen dabei im Vordergrund. So werden einem Kunden an einem bestimmten Standort zunächst nur die Informationen und Angebote für diese Region angezeigt.

Die einfachste Möglichkeit, den Standort Ihres Besuchers zu ermitteln, ist die Standortabfrage, die beispielsweise mithilfe eines Formulars zur Eingabe der Postleitzahl oder durch die Auswahl eines Landes erfolgen kann.

Bei der HTML5-Geolocation-API bitten Sie den Nutzer zur Standortfreigabe im Browser. Sie erhalten Geo-Koordinaten, die Sie individuell auswerten können. Dazu ist stets die Zustimmung des Nutzers erforderlich.

Die dritte Möglichkeit ist ein IP-Service, der serverseitig eingebunden ist und über die IP-Adresse den Standort ermittelt. Dabei handelt es sich meist um ein kostenpflichtiges Angebot, das auf eine Datenbank mit IP-Adress-Raum zugreifen kann. Da sich IP-Adressen ständig ändern, sind hier regelmäßige Aktualisierungen notwendig. Diese Services sind nicht so exakt wie die Standortfreigabe im Browser, erfordern allerdings auch keine zusätzlichen Nutzereingaben.

Ein weiterer kostenpflichtiger Service ist IP2Location. Dieser erzielt in Deutschland auf regionaler Ebene gute Ergebnisse. Je nach gewünschtem Umfang stehen Ihnen bestimmte Daten, wie Postleitzahl, Region, Land oder Stadt, zur Verfügung.

Surfen Nutzer über VPN oder Proxy-Server im Internet, stößt das Geotargeting an seine Grenzen. Die Nutzer lassen sich dann nicht mehr genau lokalisieren.

Auf mobilen Geräten bietet es sich an, neben dem GPS-Signal auch das Telefonsignal und die verwendeten Funkmasten zur Standortermittlung zu nutzen. Das verwendete WLAN-Netz eignet sich ebenfalls zur Standortbestimmung.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn der Besucher seinen Standort oder seinen Wohnort mit dem Suchbegriff eingibt, beispielsweise „Immobilien in Bonn“, oder wenn Sie ihn ein Profil ausfüllen lassen.
 

Geotargeting zur Personalisierung von Werbeanzeigen

Wenn Sie eine Internetseite betreiben, ist es sinnvoll, Ihr Marketing durch Anzeigen im Internet, wie beispielsweise Google-Adwords oder Facebook-Ads, zu ergänzen. Sie können Werbeanzeigen auf eine bestimmte Region, eine bestimmte Zielgruppe oder ein bestimmtes Umfeld ausrichten. Die Anbieter stellen hier viele Möglichkeiten zur Verfügung, wie Sie die Anzeigen aussteuern können, um möglichst wenig Streuverluste, geringere Kosten und mehr Erfolg mit den Werbeanzeigen zu haben. Sie können beispielsweise festlegen, in welchen Regionen, Städten oder Postleitzahlenbereichen Ihre Anzeige aufscheinen soll.
 

Der Einsatz des Internets in der Immobilienbranche

Das Internet gewinnt in der Immobilienbranche zunehmend an Bedeutung. Wichtige Maßnahmen für den Vermarktungserfolg sind beispielsweise Visualisierungen der Objekte. Je ausführlicher Sie die Objekte in Ihrem Portfolio visualisieren, desto erfolgreicher sind Ihre Werbemaßnahmen. Dabei stellt die adäquate Visualisierung der Objekte viele Unternehmen vor ernsthafte Probleme. Hier benötigen Sie Geoinformationen, die die Darstellung räumlicher Sachverhalte vereinfachen.
 

Weitere Anwendungsbereiche für Geoinformationen in der Immobilienbranche

Standort und Lage einer Immobilie sind wesentliche Faktoren für die Bewertung einer Immobilie und des Standorts. Sie können damit schnell das soziale Umfeld und die Infrastrukturen, wie Schulen, Kindergärten, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, ermitteln.

Zudem unterstützen Geoinformationen alle relevanten Prozesse im Lebenszyklus einer Immobilie: von der Planung über die Nutzungsphase bis hin zur finalen Verwertung. Sie können damit auch Szenarien erstellen, um Angebot, Nachfrage, Mitbewerber oder die Zielgruppe zu analysieren und zu visualisieren. Überdies können Sie statistische Daten, technische Pläne oder topografische Karten in Ihre Angebote einbinden.
 

Geoinformationen helfen, Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Wo finden wir die meisten potenziellen Kunden für unser Produkt oder unsere Dienstleistung?

  • Wo liegen die Einzugsgebiete der Schulen und wie wirkt sich das auf die weitere Infrastruktur, wie beispielsweise den öffentlichen Personennahverkehr, aus?

  • Wo befinden sich Ver- und Entsorgungsleitungen?

Wenn Sie professionell aktiv sind und auch im Internet eine qualifizierte Präsenz zeigen, kommen potenzielle Auftraggeber von allein auf Sie zu. Denn sie sehen, dass Sie die Immobilien aktiv und kompetent vermarkten. Dadurch haben Sie immer genügend attraktive Objekte im Bestand und können Interessenten passende Objekte anbieten.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

 

Immobilienmakler

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