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Wichtigkeit des Zahlungsmanagements: Viele Firmen warten auf ihr Geld

Vielen Gründern dürfte klar sein, dass der Finanzplanung schon im Businessplan eine große Bedeutung zukommt, um die gesamte Unternehmensentwicklung von Beginn an auf eine solide Basis zu stellen. Aber auch wenn der operative Geschäftsbetrieb angelaufen ist, müssen die Finanzen immer fest im Blick sein. Dabei kommt dem Zahlungs- bzw. Forderungsmanagement mit Blick auf die zu wahrende Liquidität eine Schlüsselrolle zu. Das offenbart auch eine aktuelle Befragung von Coface zum Zahlungsverhalten von Unternehmenskunden. Demnach müssen sich über 80 % der befragten Unternehmen mit Zahlungsverzögerungen befassen, und dies trotz der guten und stabilen Konjunkturlage. Sobald fällige Zahlungen in größerem Maße ausfallen, kann die Liquidität des Unternehmens in eine bedrohliche Schieflage geraten.
 

Trends zum Zahlungsverhalten nach Branchen

Bei Unternehmen, die im Exportbereich tätig sind, sind die Verzögerungen am ausgeprägtesten. Gut 90 % der befragten Unternehmen müssen buchstäblich Verzögerungen verbuchen. Die aktuellen Zahlen belegen, dass deutsche Unternehmen oftmals bis zu 60 Tage auf fällige Zahlungen warten müssen. In der hier genannten Befragung wurden insgesamt 13 Branchen berücksichtigt, wobei sich Schwankungen in Bezug auf die Zahlungsverzögerung im Mittel von ca. 10 % zeigen. Demnach ist die Textilbranche am stärksten von Verzögerungen betroffen (94 %). In der Branche der Fahrzeugindustrie ist mit 75 % der geringste Wert zu finden, wobei dieser aus Unternehmenssicht immer noch extrem hoch ist. Im Umkehrschluss heißt dies ja nichts anderes, als dass nur einer von vier Kunden pünktlich zahlt. Liquide Mittel, die eigentlich auf dem Konto sein müssten, lassen auf sich warten, was gerade in wirtschaftlich schwierigen Phasen sehr schnell ein bedrohliches Ausmaß annehmen kann.
 

Welche Gründe sind für das zögernde Zahlungsverhalten zu nennen?

Hier spielen die finanziellen Probleme der Kunden die absolute Hauptrolle. Mögliche Streitigkeiten um mangelnde Produktqualität spielen mit knapp 10 % nur eine untergeordnete Rolle. Betrugsfälle sind bei knapp 4 % der Zahlungsverzögerungen zu beobachten. Im internationalen Vergleich jedoch sind die Zahlungsziele deutscher Unternehmen eher kurz bemessen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen gibt an, eine Zahlungsfrist von bis zu 30 Tagen anzusetzen. Insgesamt gewähren 92 % aller Unternehmen ein Zahlungsziel von bis zu maximal 60 Tagen.
 

Welche Konsequenzen ergeben sich für Existenzgründer?

Gerade wenn ein Unternehmen noch keine großen Umsätze einfährt und die Finanzen noch nicht solide sind, können Zahlungsverzögerungen oder womöglich sogar Ausfälle gefährliche Folgen haben. Daher ist das Zahlungs- und Forderungsmanagement von Beginn an zu professionalisieren, auch wenn damit mehr Zeitaufwand und zusätzliche Ausgaben verbunden sind. Auch können die Zahlungsmodalitäten in den AGBs so angepasst werden, dass Verzögerungsrisiken möglichst gering gehalten werden.

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