Erstellen einer AdWords-Anzeige in 4 Schritten

adwords Schild

Google ist die meistgenutzte Suchmaschine weltweit. Aus diesem Grund machen sich auch immer mehr Selbstständige und Unternehmer die hohe Traffic des Anbieters zunutze und investieren in bezahlte Werbung. AdWords bietet richtig genutzt ein sehr großes Potenzial, um die eigene Reichweite zu erhöhen und mehr Umsätze zu generieren. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt eine Anzeige bei Google AdWords erstellen.
 

Schritt 1: Die Anmeldung bei Google AdWords

Die Registrierung bei Google Adwords ist kostenlos. Häufig wirbt das Unternehmen mit lukrativen Angeboten, bei denen Neuanmeldungen ein Startguthaben erhalten. Bevor Sie ein eigenes Konto erstellen, sollten Sie sich daher über vergünstigte Konditionen informieren.

Nachdem Sie Ihr Profil erstellt haben, sollten Sie alle wichtigen Informationen über das Unternehmen eintragen. Umso mehr Details das Konto enthält, desto relevanter ist seine Einstufung. Wie wichtig die Relevanz bei AdWords ist, macht dieser Artikel deutlich.
 

Schritt 2: Eine Kampagne erstellen

Die Bedienung von Google AdWords ist sehr simpel. Bereits nach der Registrierung erscheint im System der Reiter „Erste Kampagne erstellen“. Ein Klick darauf führt zu den allgemeinen Kampagneneinstellungen.

Kampagnenname: Vor allem wenn mehrere Kampagnen geplant sind, muss der Name deutlich gewählt sein. Handelt es sich beispielsweise um einen Onlineshop, bietet es sich an, für jede Produktkategorie eine eigene Kampagne zu erstellen. In diesem Fall könnte der Name „Hosen“ oder „Turnschuhe“ lauten. Der Kampagnenname hilft Ihnen, auch bei vielen Anzeigen einen Überblick zu behalten und das Budget für die Kategorie optimal zu verwalten. So können Sie beispielsweise im Sommer, wenn die Nachfrage nach „Winterjacken“ sinkt, diese Kampagne schnell ausfindig machen und pausieren oder ein niedrigeres Budget investieren. Andernfalls müssten Sie die Einstellungen jeder Anzeige separat ändern.

Kampagnentyp: Der Kampagnentyp legt die Art der Anzeige fest. Hierfür gibt es vier verschiedene Auswahlmöglichkeiten:

  • Suchnetzwerk: Die Anzeigen erscheinen nur über die Suchmaschine
  • Displaynetzwerk: Die Anzeigen erscheinen nur auf Webseiten und in Videos, die Werbung via Google integriert haben
  • Suchnetzwerk mit Displayauswahl: Die Anzeigen erscheinen über die Google-Suche, als auch auf keywordrelevanten Webseiten
  • Shopping: Die Anzeige erscheint unter der Kategorie Shopping bei der Google-Suche

Zu Beginn empfiehlt es sich, nur das „Suchnetzwerk“ zu nutzen. Sobald sich die Anzeigen als effizient erweisen, lässt sich der Kampagnentyp problemlos erweitern.
 

Standort: Die Standortauswahl ermöglicht es, regional bezogene Anzeigen zu schalten. So wird die Kampagne nur Nutzern angezeigt, die innerhalb eines festgelegten Gebiets wohnen. Diese Funktion ist vor allem für Betriebe mit regionalem Kundenstamm zu empfehlen, da sie auf diese Weise die Zielgruppe einschränken können und kein Budget für Suchanfragen außerhalb ihres Betriebsbereichs investieren.

Sprachen: AdWords bietet auch die Möglichkeit, Sprachen festzulegen. Wer beispielsweise Dienstleistungen auf Deutsch als auch auf Englisch anbietet, kann beide Optionen auswählen. Somit erscheint die Anzeige auch Personen aus Deutschland, die englische Einstellungen hinterlegt haben und umgekehrt.

Gebotsstrategie und Budget: Wie viel Budget nötig ist, um die gewünschten Conversions zu erzielen, hängt von vielen Faktoren ab. Gerade am Anfang ist es ratsam weniger Geld zu investieren und zuerst einige Strategien zu testen. Auch im späteren Verlauf lässt sich das Gebot flexibel nach oben oder nach unten anpassen. Es besteht die Möglichkeit, die Gebote nicht selbst festzulegen, sondern von Google AdWords verwalten zu lassen. Grundsätzlich sollten Sie sich jedoch selbst um das Budget kümmern, um einen ersten Überblick zu erhalten und die Effizienz Ihrer Anzeigen messen zu können.

Wie hoch das Gebot und das Tagesbudget sein sollten, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Ausgaben müssen zwar hoch genug sein, um auf den oberen Plätzen zu erscheinen, sollten jedoch in Relation zu den erwarteten Einnahmen stehen. Analysieren lässt sich dies, indem die Cost-per-Acquisition (CPA) berechnet wird. Diese Kennzahl sagt aus, in welchem Verhältnis die Ausgaben zu den Einnahmen stehen.

Schaltungsmethode: Im nächsten Schritt müssen Sie festlegen, wie häufig die Anzeige erscheint. Bei einem eingeschränkten Budget sollte die Werbung über den Tag verteilt immer wieder erscheinen, es empfiehlt sich die Einstellung „Standard“. Ist ein uneingeschränktes Budget vorhanden, sorgt die Auswahl „Beschleunigt“ dafür, dass die Anzeige bei jeder keywordrelevanten Suchanfrage erscheint.
 

Schritt 3: Eine Anzeige erstellen

Im nächsten Schritt erstellen Sie die Anzeigen, die den Nutzern später bei ihrer Suche angezeigt werden. Diese lassen sich durch einzelne Anzeigengruppe sortieren. Welchen Sinn diese Funktion verfolgt, wird deutlich, anhand des Beispiels eines Onlineshops. Lautet die Bezeichnung der Kampagne „Hosen“, lassen sich mithilfe des Namens der Anzeigengruppe die Produkte genauer definieren:

  • Anzeigengruppe 1: Kurze Hosen
  • Anzeigengruppe 2: Jeans
  • Anzeigegruppe 3: Anzughosen

Innerhalb dieser Anzeigengruppen lassen sich anschließend die endgültigen Anzeigen erstellen. Damit diese zu den gewünschten Interaktionen führen, muss der Text ansprechend formuliert sein und die passenden Keywords enthalten. Hier erfahren Sie, wie Sie eine effektive Anzeige erstellen und die passenden Keywords finden.
 

Schritt 4: Maximales Cost-per-Click-Gebot festlegen

Im letzten Schritt müssen Sie die maximalen Kosten pro Klick oder auch Cost-per-Click (CPC) festlegen. Dafür tragen Sie für jedes Keyword der Anzeigengruppe ein maximales Gebot ein. Beträgt dieses beispielsweise 40 Cent, zieht AdWords für jeden Klick den der User auf die Suchanzeige macht 0,40 Euro vom Tagesbudget ab. Strebt ein Unternehmer 100 Aufrufe pro Tag an, muss sein Budget also Minimum 40 Euro betragen (0,40 Euro x 100 Klicks). Ob dieser Betrag wirtschaftlich ist, lässt sich bereits nach kurzer Zeit erkennen. Wie viel ein Keyword aktuell wert ist, können Sie anhand des Google Keywordplaner herausfinden.
 

Das AdWords-Konto regelmäßig überprüfen

Google AdWords als Marketinginstrument ist nur dann effektiv, wenn das Konto regelmäßig einem Audit unterzogen wird. Dabei sollten Sie alle Kampagnen und Anzeigen auf ihre Effektivität und den Nutzen testen. Ein vernachlässigtes AdWords-Konto führt zu hohen Ausgaben, die keine Conversions generieren. Somit ist das Budget ohne wirtschaftlichen Erfolg investiert. Daher ist es wichtig, dass Unternehmer immer auf neue Trends reagieren und ineffiziente Keywords durch erfolgreichere Schlagworte ersetzen. Eine regelmäßige Überprüfung verschafft einen Überblick darüber, welche Keywords und Anzeigen effektiv sind und die Traffic erhöhen oder zu Verkäufen führen.

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