Selbstständig machen als Innovationsberater

Selbstständig machen als Innovationsberater ist eine zukunftsorientierte Geschäftsidee für alle, die beruflich etwas Neues machen wollen: Es geht darum, Prozesse und Produkte neu zu denken und zu innovativen Lösungen zu kommen, die Unternehmen (wieder) auf die Erfolgsspur bringen. Damit ist der Kern der Tätigkeit als selbstständiger Innovationsberater bereits beschrieben.
 

Wie selbstständig machen als Innovationsberater?

In diesem Ratgeber soll es um die konkrete, praxisorientierte Ausgestaltung dieser Geschäftsidee von formalen Voraussetzungen, der Ausgangsanalyse bis zur Umsetzung mit einem Businessplan gehen. Ziel soll es sein, das an sich abstrakte Thema Innovationsberatung im Sinne eines Gründungsleitfaden greif- und planbarer zu machen.

Das Wichtigste in Kürze zur Existenzgründung als Innovationsberater

  • Je kleiner die Unternehmen in Deutschland sind, desto größer ist der Nachholbedarf beim Innovationsmanagement. Genau hier kommen die wirtschaftlichen Chancen dieser Geschäftsidee zum Tragen.

  • Unternehmen müssen innovativ sein, um Kunden Mehrwerte zu bieten und wachsen zu können. Innovationen mindern Kosten und sie erhöhen Erträge: Aus diesen Gründen können Innovationsberater ihre Leistungen überzeugend vermarkten.

  • Da die Berufsbezeichnung Innovationsberater nicht geschützt ist, ist nicht mit hohen formalen Hürden für die Selbstständigkeit zu rechnen.

  • Ob ein Gewerbe anzumelden ist oder eine freiberufliche Tätigkeit als Innovationsberater vorliegt, bedarf einer Einzelfallprüfung: Leistungsspektrum und persönlicher Qualifikationshintergrund sowie die Art der Leistungserbringung sind entscheidend.

  • Wer sich selbstständig im Bereich Innovationsberatung macht, kann freiwillig gesetzlich krankenversichert bleiben oder in die private Krankenversicherung wechseln.
     


Was macht ein Innovationsberater?

Innovationberater bzw. Innovationsmanager versuchen, die Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu steigern, indem sie Optimierungspotenziale analysieren und Umsetzungsmaßnahmen erarbeiten sowie gezielt begleiten. Innovationsberater kennen den Zielmarkt und Entwicklungen genau, sodass sie Innovationspotenziale chancenorientiert einschätzen können. Ihre Aufgabe ist es, Unternehmen messbar voranzubringen, worin ein großer Anreiz für Investitionen in diesem Bereich liegt.
 

Voraussetzungen, um sich als Innovationsberater selbstständig machen zu können?

Das Berufsbild „Innovationsberater“ ist weder rechtlich geschützt noch einheitlich definiert. Daher kann sich im Grunde jeder mit der Bezeichnung Innovationsberater selbstständig machen, mit Zugangshürden ist in diesem Sinn nicht zu rechnen. Allerdings werden Unternehmen als potenzielle Kunden genau wissen wollen, mit dem sie es zu tun haben und welche Erfahrungen sowie Qualifikationen der Innovationsberater mitbringt.
 

Was brauche ich, um mich als Innovationsberater selbstständig zu machen?

Fundierte Marktkenntnisse sowie Wissen aus Betriebswirtschaftslehre (vor allem Produktion sowie Kostenrechnung) und Psychologie sind unabdingbar, um als Innovationsberater tätig sein zu können. Wer die Innovationskraft einer Idee einschätzen können möchte, muss den Zielmarkt genau kennen. Wer sich selbstständig als Innovationsberater macht, wird neben Berufserfahrungen meistens ein Studium im Bereich BWL, Wirtschaftsingenieurwesen oder -psychologie mitbringen. Das ist aber keine zwingende Voraussetzungen für die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit als Innovationsberater/-manager.

Ideal für die Schärfung des eigenen Profils sind nachweisbare Erfolge, wenn ein innovatives Produkt oder eine Dienstleistung durch die Decke gegangen sind.
 

Muss ich als Innovationsberater ein Gewerbe anmelden?

Im Einzelfall hängt die Notwendigkeit der Gewerbeanmeldung als Innovationsberater vom konkreten Leistungsspektrum und dem eigenen Qualifikationshintergrund ab. Wer ein Studium abgeschlossen hat und rein beratend tätig ist, kann versuchen, sich beim Finanzamt als Freiberufler anerkennen zu lassen. Hierfür sind aber enge formale Grenzen gesetzt, sodass zur eigenen Absicherung auch das Gespräch mit dem Gewerbeamt gesucht werden sollte. Steht das Leistungsspektrum fest, lässt sich in der Regel eine klarere Einschätzung vornehmen.
 

Ausgangsanalyse: Warum ausgerechnet "Innovationsberater"?

Was bedeutet Innovation? Der Wortursprung stammt vom Lateinnische innovare ab, was so viel wie erneuern bedeutet. Es geht um die Schaffung von etwas Neuem, das mit einer eindeutigen Verbesserung in Verbindung steht. Noch konkreter die die ISO-Norm 56000, die in Innovation Schaffung, Ersetzung oder Verbesserung eines Produktes/einer Dienstleistung sieht, das/die durch Veränderungen neue Werte schafft. Genau hierin liegen die Chancen für Innovationsberater und Unternehmen, sich mit diesem Thema näher zu befassen.
 

Welche Innovationsarten gibt es?

Auch wenn es in der Literatur unzählige Differenzierungen und Arten von Innovationen gibt, wollen wir uns hier für einen Überblick auf wesentliche fokussieren: Technologie-Innovationen wie Elektroautos führen zu einer völlig neuen Alternative. Produktinnovationen wie Saugroboter bringen eine bisher nicht gekannte oder genutzte Funktionalität in den Lebensalltag von Menschen. Prozessinnovationen können zu einer erheblichen Kosteneinsparung führen, wenn Unternehmen Produkte danach schneller und im Idealfall auch qualitativ hochwertiger vorbringen können. Ein selbstständiger Innovationsberater kann sich mit allen Arten auskennen oder gezielt einen Schwerpunkt setzen. Zu analysieren ist für eine Entscheidung natürlich auch, was Unternehmen in einem definierten Aktionsradius brauchen und suchen.
 

Wie innovativ sind deutsche Unternehmen?

Der KfW-Innovationsbericht hat mehrfach gezeigt, dass gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen die Innovationskraft eher gering ausgeprägt ist. Insgesamt zeigt sich ein deutliches Gefälle mit Blick auf die Unternehmensgröße: Innovationsanstrengungen sind in Deutschland vor allem in großen Unternehmen zu finden. Gerade im Mittelstand gibt es erheblichen Nachholbedarf. Wer sich angesichts dessen als Innovationsberater selbstständig machen möchte, sollte genau überlegen, auf welche Unternehmen(sgröße) er sich ausrichten möchte. Unabhängig von der Größe ist Innovation ein überlebenswichtiger Faktor für Unternehmen in der globalisierten Welt.
 

Warum brauchen Unternehmen Innovation(sberatung)?

Hier sind wir bei einer entscheidenden Frage, die die wirtschaftliche Basis für die hier vorgestellte Geschäftsidee beschreibt: Innovation und Wettbewerbsfähigkeit hängen eng zusammen. Prozessinnovationen können die Kosten für Unternehmen stark senken, Produktinnovationen die Erträge nachhaltig steigern. In Zeiten extrem gestiegener Energiekosten sind das zwei sehr gute Gründe, warum Unternehmen einen Innovationsberater einstellen oder extern beauftragen sollten.
 

Was spricht dafür, auf externe Innovationsberater zu setzen?

Kleine Unternehmen können es sich oft schlichtweg nicht leisten, eine eigene Stelle für einen Innovationsberater zu schaffen. Für diese Zielgruppe kommt die Zusammenarbeit auf Projektbasis mit einem selbstständigen Innovationsberater wie gerufen. Sie können bedarfsgerecht und budgetkonform Leistungen abrufen und aus neuen Mitteln die Kooperation strategisch vertiefen. Ein Experte von außen bringt weitere Vorteile mit: Er ist neutral, sodass Betriebsblindheit ausgeschaltet wird und durch äußere Sichtweisen neue Impulse in das Unternehmen kommen. Das sind bei der Vermarktung bzw. Kundengewinnung als selbstständiger Innovationsberater wichtige Punkte.
 

Businessplan schreiben: Wie selbstständig machen als Innovationsberater?

Die Chancen und Potenziale für die Geschäftsidee „selbstständig machen als Innovationsberater“ dürften deutlich geworden sein. Nun geht es um die praktische Umsetzung, wobei die Ausarbeitung eines Businessplans den Weg für die Existenzgründung vorgibt. Hier sollten sich Gründer intensiv mit der Geschäftsidee bzw. Ausrichtung befassen. Auch muss Klarheit in Bezug auf die Finanzen und den Umfang der Geschäftsidee hergestellt werden: Soll es sich um eine Beratungstätigkeit in Eigenregie handeln oder soll ein Unternehmen als Innovationsberatung gegründet werden? In diesem Fall muss die Planung sehr viel weiter gedacht werden, da auch die finanziellen Anforderungen höher sind.
 

Standortanalyse: Welche Bedarf haben Unternehmen?

Grundlage für alle Entscheidungen im Businessplan sollte die Standortanalyse sein. Welche Art von Unternehmen sind in einem Umkreis von X Kilometern zu finden? Wie ist deren wirtschaftliche Situation, wie haben sie sich aktuell mit Blick auf das Innovationsmanagement aufgestellt? Hier wird bereits deutlich, dass eine fundierte Standortanalyse mit reichlich Arbeit verbunden sein kann. Diese wird sich aber auszahlen, wenn das eigene Profil bzw. Leistungsspektrum exakt auf diese Zielgruppe ausgerichtet ist.
 

Leistungsspektrum als Innovationsberater?

Angehende selbstständige Innovationsberater sollten sich genau überlegen, mit welchen Leistungen sie Kunden überzeugen wollen. Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt, dass viele einen ganzheitliche Service anbieten. Kunden werden von der Analyse der Ausgangssituation, der Erarbeitung von Maßnahmen bis zur Umsetzung und Bewertung von Erfolgen auf Projektbasis begleitet. Mögliche Leistungen könnten sein:

  • Analyse des Marktpotenzials von Innovationen.
  • Entwicklung von unternehmensspezifischen Produkt- oder auch Serviceinnovationen.
  • Finanzierungsberatung: Welche Innovationsförderung ist möglich?
  • Durchführung von Audits und/oder Machbarkeitsstudien.
  • Entwicklung eines Realisierungsplanes.


Wie Kunden gewinnen als Innovationsberater?

Im Idealfall sind Marktauftritt, Kundenansprache und die genannten Leistungen bereits so überzeugend, dass nach Innovationskraft suchende Unternehmen von sich aus auf den Innovationsberater zukommen. Das setzt aber zweifelsohne Sichtbarkeit bzw. digitale Reichweite voraus: Selbstständige Innovationsberater müssen sich mit einer optimierten Webseite und als Experte auf Portalen wie Xing reichweitenstark vermarkten. Es führt kein Weg mehr als einer solchen „digitalen Visitenkarte“ vorbei, um neue Kunden als Innovationsberater gewinnen zu können.

Aus erzielten Erfolgen werden sich neue Aufträge ergeben, so etwas spricht sich unter Unternehmen rum. Natürlich ist es auch weiterhin sinnvoll, reale Präsenz zu zeigen. So könnte es Sinn machen, auf Messen aufzutreten, Informationsbroschüren an Unternehmen zu verteilen, Vorträge zu halten, mit Presseartikeln auf sich aufmerksam zu machen oder eine Innovationssprechstunde anzubieten. Hier können interessierte Unternehmen den Erstkontakt herstellen und schnell erkennen, was ein Innovationsberater bewirken kann.
 

Expertenstatus aufbauen & vertiefen

Wichtig wird es sein, als erfahrener Experte wahrgenommen zu werden. Bei der Selbstdarstellung sollte nichts dem Zufall überlassen sein. In dieser Hinsicht ist zu überlegen, ob eine Spezialisierung auf einen bestimmten Markt/eine Branche je nach eigenem Hintergrund Sinn macht. Liegt der eigene Background im Automobilbereich als Beispiel, macht eine Fokussierung auf diesen Bereich großen Sinn.

Falls vorhanden, sollten relevante Qualifikationen bei der Vermarktung als selbstständiger Innovationsberater zum Vorschein kommen. Erfahrungen im Projekt oder auch Change Management können Kunden zeigen, dass eine praxisfundierte Expertise für die Umsetzung der identifizierten Innovationspotenziale nutzbar ist.
 

Wie viel verdient man als selbstständiger Innovationsberater?

Orientieren wir uns am Gehalt von Angestellten, so sind 50.000 Euro für den Einstieg wohl keine Seltenheit. Mit mehr Berufserfahrung ist es in großen Unternehmen möglich, pro Jahr deutlich mehr als 60.000 Euro als Innovationsmanager zu verdienen.

Es liegt auf der Hand, dass es für selbstständige Innovationsberater nur wenige belastbare Daten gibt: Wer will sich schon in die Geschäftsbücher schauen lassen? Mit hoher Auslastung und entsprechender Angebotskalkulation haben selbstständige Innovationsberater die Chance, auch deutlich über den genannten Rahmen verdienen zu können. Das zeigt eine einfache Beispielrechnung, die von einem Stundenhonorar von 80 Euro und 150 Stunden im Monat (= 12.000 Euro) ausgeht, was natürlich eine gewisse Grundauslastung voraussetzt.

Zu überlegen ist, ob Kunden pro Stunde oder pro Projekt für den Innovationsberater zahlen sollen. Falls eine Pauschale für einen bestimmte Tätigkeitsrahmen veranschlagt wird, sollte diese exakt hergleitet werden. Erfolgsabhängige Beteiligungen sind nicht unüblich, sodass sie einen weiteren Verfügungsfaktor darstellen können.
 

Wann bin ich als Innovationsberater scheinselbstständig?

Von einer Scheinselbstständigkeit ist formal auszugehen, sobald Weisungsgebundenheit vorliegt. Das ist der Fall, wenn ein vermeintlich selbstständiger Innovationsberater in Prozesse integriert ist und nur auf Anweisungen eines Unternehmers handelt. Agiert er frei, ungebunden und auf eigene Rechnung, ist formal nicht von einer scheinselbstständigen Tätigkeit auszugeben. Im Zweifelsfall kann eine Statusabfrage bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung für mehr Sicherheit sorgen.
 

Kann ich mich als Innovationsberater privat krankenversichern lassen?

Was passiert mit meiner Krankenversicherung als selbstständiger Innovationsberater? Diese Frage beschäftigt vor allem Existenzgründer, die vor dem Schritt in die Selbstständigkeit einer Tätigkeit als Angestellter nachgegangen sind. Wer sich hauptberuflich als Innovationsberater bzw. Innovationsmanager selbstständig macht, kann alleine aufgrund des Status in die private Krankenversicherung wechseln. Im Gegensatz zur GKV spielt die Höhe des Gehalts als Innovationsberater keine Rolle, es muss nicht offengelegt werden. Eine Gesundheitsprüfung, das Alter bei Eintritt und der gewünschte Versicherungsumfang sind maßgeblich für die Versicherungsbeiträge in der PKV.
 

Welche Vorteile bietet die PKV Selbstständigen?

Sie genießen eine hochwertige Gesundheitsversorgung, die konkret mit schneller Terminvergabe und neuesten Behandlungsmethoden Vorteile bietet. Der Versicherungsumfang lässt sich sehr bedarfsgerecht auf die eigene Lebenssituation zurechtschneiden. Durch den Selbstbehalt kann weiterer Einfluss auf die Kosten in der privaten Krankenversicherung genommen werden. Wer über einen bestimmten Zeitraum keine Leistungen nutzt, kann mit einer Rückerstattung laut abgeschlossenem Versicherungsvertrag rechnen.

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Das ändert sich bei Ihrer Krankenversicherung, wenn Sie selbstständig sind

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