Selbstständig machen mit Computertraining für Senioren

Computertraining mit Senioren
Zuletzt aktualisiert: 06.08.2026

Die Digitalisierung hat den Lebensalltag der Menschen von Grund auf verändert. In Bezug auf innovative Geschäftsideen erweist sie sich als zukunftsorientierter Wachstumsmotor. Während die jüngere Generation, die so genannten Digital Natives, wie selbstverständlich mit dem Internet und all seinen Möglichkeiten aufgewachsen ist, mussten es viele ältere Menschen erst noch lernen. Und genau hierin liegt viel Potenzial für eine spannende Geschäftsidee, die in diesem Beitrag kompakt beleuchtet werden soll: selbstständig machen mit Computertraining bzw. Computerkursen für Senioren.

Inwiefern ist das Internet Bestandteil des Alltags von Senioren? Die letzten Jahre zeigen ganz deutlich, dass die Generation 60+ ein immer stärkeres Interesse für das Internet zeigt. Ob Behördengänge online vorbereiten, Reisen buchen, nach Informationen suchen, den eigenen Gesundheitszustand managen oder Bestellungen aufgeben – den digitalen Möglichkeiten sind auch im höheren Alter kaum Grenzen gesetzt. Jedenfalls dann nicht, wenn durch ein Computertraining die wichtigsten Handgriffe erlernt wurden. Längst ist in diesem Kontext von internetaffinen Best Agern die Rede. Grund genug, den Potenzialen der Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Computerworkshops für Senioren‘ nachzugehen.

Eine Frage des Alters? Warum Senioren zur Zielgruppe werden

Smartphones waren vor gut zwei Jahrzehnten noch eher Zukunftsmusik. Die heute über 65-Jährigen standen zu diesem Zeitpunkt bereits mitten im Berufsleben, sodass sie nicht wie die heutigen Generationen in eine digitale Welt hineingeboren wurden. Für einen sehr langen Zeitraum galt diese Zielgruppe auch als wenig internetaffin, aber das hat sich laut offiziellen Umfragen in den letzten Jahren grundlegend geändert. Ein Grund für diese Entwicklung ist, dass viele Menschen länger berufstätig sind. Und ohne Computer und Internet funktioniert eigentlich in kaum einem Job mehr viel. In der Freizeit lassen sich immer öfter Senioren blicken, die mit ihrem Smartphone in jeder Hinsicht mobil sind und z. B. Schnappschüsse von ihren Enkeln machen. Aufgrund der demografischen Entwicklung bzw. der starken Alterung der deutschen Gesellschaft scheint es sich um eine zukunftsfähige Geschäftsidee zu handeln. Denn bis die heutigen Digital Natives das Rentenalter erreichen, werden noch viele Jahrzehnte vergehen …

Analyse der Ausgangslage

Jeden Tag beginnen zahlreiche Menschen in Deutschland das Rentnerdasein. In den kommenden Jahren wird diese Zahl steigen, der demografische Wandel wird sich noch stärker bemerkbar machen. Bald erreichen die letzten so genannten geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter, sodass sich diese Entwicklung und somit die Nachfrage für die hier vorgestellte Geschäftsidee erhöhen dürfte. Hinzu kommt, dass ältere Menschen heute fitter als früher sind und facettenreich am Leben teilnehmen wollen. Sicherlich kann der Computer in Kombination mit dem Internet die eine oder andere Tür öffnen …

Statistiken bestätigen, dass Senioren eine immer stärkere Internetaffinität aufweisen. Mittlerweile nutzen rund drei Viertel der Menschen ab 65 Jahren das Internet – vor wenigen Jahren war es erst knapp die Hälfte (Erhebung des Digitalverbands Bitkom, 2026). Unter den 65- bis 69-Jährigen sind praktisch alle online, während der Anteil mit steigendem Alter zurückgeht. Das Schreiben von E-Mails beschäftigt über 90 % dieser Internetnutzer. Auch Textnachrichten (rund 88 %) spielen eine wichtige Rolle, und mittlerweile nutzt sogar die Mehrheit soziale Netzwerke. Die Skizzierung dieser Ausgangslage lässt die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Computerkursen für Senioren‘ als sehr vielversprechend erscheinen. Zugleich zeigt sie, dass es weniger um die absolute Grundeinführung als um gezielte Vertiefung und Sicherheit im Umgang gehen wird. Blicken wir daher auf zentrale Details zur Planung.

Themen für den Businessplan: Erfolg aktiv gestalten

Wer sich mit Computerkursen für Senioren selbstständig machen will, sollte natürlich das notwendige Fachwissen mitbringen und es der anvisierten Zielgruppe auch didaktisch angemessen vermitteln können (dazu später noch mehr). In wirtschaftlicher Hinsicht ist der Standort zu hinterfragen: Wie viele lernwillige Senioren gibt es im definierten Aktionsradius? Wie gestaltet sich die Konkurrenz? Gibt es andere Anbieter? Zu beachten ist das öffentliche Bildungsangebot in diesem Bereich, z. B. an Volkshochschulen. Offizielle Daten über die Bevölkerungsstruktur können zeigen, wie sich der demografische Wandel vor Ort konkret auswirken wird.

Umfang der Geschäftsidee klären

Der Businessplan muss den Umfang der Geschäftsidee klarstellen, zumal sich hieraus direkte Auswirkungen auf die Finanzen ergeben. Wer Workshops mit mehreren Personen anbieten wird, wird entsprechende Räumlichkeiten (in einer gut erreichbaren Lage!) samt IT-Ausstattung brauchen. Für beispielsweise 10 Arbeitsplätze können schnell hohe Investitionskosten entstehen. Wer dagegen einen mobilen Service zuhause bei Senioren plant, wird die Geschäftsidee deutlich schlanker und weniger kostenintensiv umsetzen können. Eventuell ist es auch möglich, Räumlichkeiten mit entsprechender Ausstattung flexibel zu mieten, um die Kostenbelastung nicht unnötig in die Höhe zu treiben. In jedem Fall sollten alle finanziellen Mittel und Förderoptionen konsequent ausgeschöpft werden. Überzeugt der Businessplan, so lassen sich Banken oder andere Geldgeber bzw. Investoren gewinnen.

Ein zentraler Punkt im Finanzteil ist die Frage, welchen Umsatz das Kursangebot einspielen muss, damit sich die Selbstständigkeit trägt. Wer den nötigen Zielumsatz aus Kurspreisen, Teilnehmerzahlen und laufenden Kosten herleitet, erkennt schnell, welche Auslastung erforderlich ist.

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Strategischer Fokus auf die Zielgruppe: Nur Senioren?

Da diese Bevölkerungsgruppe stark wächst und zahlenmäßig immer bedeutender wird, macht es Sinn, den strategischen Fokus darauf auszurichten. Um für eine noch größere Zielgruppe interessant zu werden und eine hohe Auslastung sicherzustellen, kann auch die Ausrichtung auf andere Interessenten geprüft werden. Zu denken ist etwa an gezielte Qualifikationsmaßnahmen für Menschen, die sich in der Phase der Arbeitslosigkeit befinden.

Erstellung einer Buyer Persona: Wie sieht das Profil aus?

Mit Blick auf die Erstellung des Leistungsspektrums und die Zielausrichtung beim Marketing kann es sich lohnen, eine Buyer Persona zu erstellen: Wie tickt der typische Senior, der für die Computerkurse gewonnen werden soll? Was treibt ihn um und an? Welche Kenntnisse und Fähigkeiten will er erlangen? Welche Beziehung zum Internet hat er? Wofür will er es primär einsetzen? Wer diese und weitere relevante Fragen beantworten kann, wird ein greifbares Profil von einem typischen Kunden erstellen können. Es versteht sich von selbst, dass die Ausrichtung dieser Geschäftsidee sehr viel einfacher wird, wenn die Fragen beantwortet werden können. Aus dem Profil lassen sich Kurse ableiten, die sehr relevant und somit attraktiv aus der Sicht des typischen Kunden sind.

Wie lässt sich das Leistungsspektrum gestalten?

Computertraining kann so gut wie alles bedeuten. Daher bedarf es spätestens im Businessplan einer potenzialorientierten Präzisierung. Im Fokus könnte neben dem Surfen im Internet auch die Textverarbeitung stehen. Aufgrund von häufigen Nachrichten über Hackerangriffe und Betrugsmaschen kann auch das Thema Sicherheit auf dem Lehrplan stehen. Darüber hinaus sind Verknüpfungen mit innovativen Technologien zu prüfen, etwa in Bezug auf das Smart Home. Und auch das Online-Shopping könnte auf dem Lehrplan stehen: Wo kann ich wie und was sicher und ohne Risiko einkaufen?

Übersicht: mögliche Themen für Computerkurse für Senioren

  • Grundlagen von Betriebssystemen, Hardware einrichten
  • Gestaltung von Dokumenten (z. B. Gruß- oder Einladungskarten)
  • Fotobearbeitung
  • Sicherheitsaspekte beim Surfen im Internet, Schutz vor Betrug und Phishing
  • Online-Banking sicher nutzen
  • alles rund um E-Mails und Messenger-Dienste
  • Videotelefonie mit Angehörigen
  • Erstellung von Profilen in sozialen Netzwerken

Kursspektrum: Für welche Endgeräte?

Auch wenn es der Begriff Computertraining vorzugeben scheint, so können natürlich auch andere (mobile) Endgeräte im Fokus stehen. Denkbar sind Seminare für die Einführung in die Nutzung von Smartphones oder Tablets, etwa um die Nachrichten morgens am Frühstückstisch nicht mehr in der Zeitung lesen zu müssen. Gerade im Umgang mit Apps – von der Fahrplanauskunft bis zur Gesundheits-App – gibt es einen hohen Beratungsbedarf.

Mehrwerte durch Einbindung der Fotografie

Wer Kunden für das Computertraining gewinnen will, muss überzeugend Mehrwerte schaffen, die Senioren im Lebensalltag bewegen. Insofern ließe sich die Fotografie als Themenblock einbinden, um schöne Lebensmomente festzuhalten und zu teilen.

Gruppenkurse oder Einzelcoaching anbieten?

Auch über die Form der Computerkurse sollten sich Existenzgründer Gedanken machen: Sollen Gruppenkurse (mit wie vielen Personen maximal?) oder Einzelcoachings angeboten werden, ggf. auch beides? Für private Einzelcoachings lassen sich in der Regel deutlich höhere Stundensätze durchsetzen als für Gruppenkurse.

Passenden Stundensatz für Einzelcoachings ermitteln

Preisgestaltung: Wie viel sollen Computerworkshops für Senioren kosten?

Eine Recherche zeigt schnell, was bei der Konkurrenz üblich ist. Letztlich müssen die Preise für beide Seiten attraktiv sein. Zu hohe Preise können eine Hürde sein, um interessierte, aber dennoch skeptische Kunden zu gewinnen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht, die Gründer konsequent einzunehmen haben, müssen Preise weit mehr als nur kostendeckend sein.

Spezialisierung: Gesundheitsmanagement als Zukunftsthema

Da es natürlich auch Konkurrenz in Bezug auf Computerkurse für Senioren geben wird, kann eine thematische Spezialisierung auf ein Zukunftsthema sehr sinnvoll sein. Das Thema Gesundheit bzw. Gesundheitsmanagement scheint ein solches zu sein. Umfragen zeigen, dass viele internetaffine Senioren das Internet nutzen, um gesundheitsrelevante Aspekte zu erledigen. Ein spürbarer Teil der Senioren dokumentiert wichtige Gesundheitswerte bereits digital, Tendenz steigend. Insofern scheint es vielversprechend, einen Kurs für das Thema digitales Gesundheitsmanagement im Alter zu konzipieren – gerade auch mit Blick auf die elektronische Patientenakte (ePA) und das E-Rezept, die inzwischen zum Alltag gehören. Wer, wie oben angesprochen, am Profil einer Buyer Persona arbeitet, kann die Inhalte genau auf die Wünsche und Bedürfnisse ausrichten. Im Zuge der E-Health-Entwicklung scheinen gesundheitsbewusste Best Ager innerhalb der Zielgruppe eine chancenreiche Strömung auszumachen. Und vielerorts wird über Telemedizin nachgedacht, da der Ärztemangel zu Versorgungsproblemen führt. Die hier vorgestellte Geschäftsidee könnte diesen Trend ebenfalls aufgreifen.

Strategische Alternative prüfen

Abgesehen von Präsenz-Kursen kann je nach eigenem Fachwissen die Option geprüft werden, Online-Kurse für Senioren zu entwickeln und kostenpflichtig anzubieten. Zu denken ist etwa an Videotutorials zu stark nachgefragten Themen. Die persönliche Fachberatung als analoge Ergänzung könnte für viele Interessenten zu einem entscheidenden Mehrwert werden.

Online-Shops speziell für zahlungskräftige Best Ager entwickeln

Es ist bekannt, dass die heutige Rentnergeneration vielfach noch ein gutes Auskommen hat und somit in wirtschaftlicher Hinsicht eine attraktive Zielgruppe darstellt. Angesichts der steigenden Shoppinglaune von Senioren im Internet kann ein Online-Shop entwickelt werden, der auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe ausgerichtet wird. Das Profil einer Buyer Persona kann wiederum zeigen, worauf es ankommt. Hier einige Grundtendenzen:

  1. Ältere Menschen haben beim Kauf im Internet häufig Sorge, dass etwas nicht passt (eine große Auswahl kann daher erschlagend wirken).
  2. Eine komplizierte Navigation kann schnell zur Endstation werden, da ältere Menschen sehr oft direkt an das Ziel ihrer Suche kommen wollen.
  3. Individuelle Konfigurationen liegen im Trend: Durch die Möglichkeit der aktiven Einflussnahme sinkt die Angst, etwas ‚Falsches‘ zu bestellen, deutlich.

Das sollen nur wenige Ansatzpunkte für diese strategische Ausrichtung sein. Sie zeigen aber schon, in welche Richtung geschäftliche Aktivitäten in diesem Bereich gehen können.

Tücken und häufige Fehler beim Computertraining für Senioren

So groß das Potenzial ist – einige typische Stolpersteine sollten Gründer von Anfang an bedenken:

  • Zielgruppe als homogen behandeln: Die Generation 60+ ist alles andere als einheitlich – vom absoluten Einsteiger bis zum versierten Nutzer. Ein Kurskonzept „für alle" trifft niemanden richtig.
  • Zu schnelles Tempo: Fachjargon und Eile sorgen für Frust. Geduld und Wiederholung sind hier kein Zeitverlust, sondern das eigentliche Produkt.
  • Den sozialen Aspekt unterschätzen: Für viele Teilnehmer zählt die Begegnung ebenso wie der Lernstoff. Wer das ignoriert, verschenkt ein starkes Bindungs- und Weiterempfehlungsargument.
  • Preise nicht kostendeckend kalkulieren: Aus falsch verstandener Kundennähe zu günstig anzubieten, macht die Selbstständigkeit auf Dauer unwirtschaftlich.
  • Vertrauensaufbau vernachlässigen: Gerade beim mobilen Service im eigenen Zuhause der Kunden ist Seriosität und Datenschutz entscheidend.

Trends: Was das Geschäft mit Computerkursen für Senioren prägt

  • Wachsende, aber anspruchsvollere Zielgruppe: Immer mehr Senioren sind grundsätzlich online – gefragt sind daher zunehmend Vertiefungs- und Sicherheitsthemen statt reiner Grundeinführung.
  • Betrugsprävention: Phishing, Fake-Shops und Enkeltrick-Maschen per Messenger machen Sicherheitskurse zu einem gefragten Dauerthema.
  • Digitale Verwaltung und Gesundheit: Online-Behördengänge, elektronische Patientenakte und E-Rezept erzeugen konkreten, alltagsnahen Schulungsbedarf.
  • Künstliche Intelligenz: Sprachassistenten und KI-Chatbots werden auch für Ältere zum Alltag – ein neues, gut vermittelbares Kursthema.

Existenzgründung mit Computerkursen für Senioren: Kunden gewinnen

Eine große Herausforderung wird die richtige Ansprache sein. Umso wichtiger erscheint es, mit einer Buyer Persona ein greifbares Profil nutzen zu können. Letztlich ist das Marketing für diese Geschäftsidee gewiss eine große Herausforderung. Auf jeden Fall muss von Beginn an für Vertrauen geworben werden. Wer mobile Computerkurse zuhause anbieten will, wird sicher nicht überall offene Türen vorfinden. Zur Komplexität des Marketings trägt bei, dass diese große Zielgruppe sehr heterogen ist. Die einen sind fit, die anderen weniger. Und die Interessen können weit auseinanderliegen. Um auf die Besonderheiten des Marketings für diese Zielgruppe besser eingehen zu können, sollte Klarheit über die Wichtigkeit des sozialen Aspekts bestehen: Das Miteinander und der reale Austausch werden für viele Senioren ein Grund sein, einen Workshop zu besuchen. Insofern können Elemente wie ein gemeinsames Mittagessen dazu beitragen, dass aus der reinen Lehrveranstaltung ein nettes Treffen wird. Um Kunden gewinnen zu können, sollte das Kurskonzept nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptionell überzeugen. Dies kann etwa gelingen, indem Kursinhalte (ggf. spontan) individuell geändert werden und eine ausgeprägte learning by doing-Mentalität für Erfolgsmomente sorgt.

Wer Gruppenkurse anbietet, kann im Bekanntenkreis für die Kundengewinnung zudem auf eine gewisse Dynamik hoffen. Nach dem Motto: Der X und die Y wollen sicher auch teilnehmen, ich frage sie mal …

Da die zu gewinnenden Kunden selbst internetaffiner denn je sind, muss das Internetmarketing eine strategische Schlüsselrolle spielen. Eine suchmaschinenoptimierte Homepage kann insofern eine erste Anlaufstelle sein. Zu suchen ist nach funktionalen Keywords, die Interessenten zum eigenen Angebot führen. Broschüren und Flyer sind ebenfalls eine kostengünstige Möglichkeit, um im näheren Umkreis auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Annoncen in regionalen Zeitschriften sind ebenfalls eine sehr vielversprechende Option für diese Zielgruppe.

Die Wichtigkeit des angesprochenen sozialen Aspekts kann auch für Informationsveranstaltungen genutzt werden, bei denen sich im Idealfall neue Kunden für Computerkurse gewinnen lassen. Eine Internetrecherche zeigt, was die Konkurrenz anbietet und inwieweit sich das eigene Angebot davon erfrischend abheben könnte. In jedem Fall sollte die Zufriedenheit der Teilnehmer hoch sein, ein klarer Nutzen für den Lebensalltag sollte gegeben sein. Dadurch kann die wichtige Mund-zu-Mund-Propaganda für das Wachstum des eigenen Kundenstammes genutzt werden. Um eine hohe Auslastung sicherzustellen, können auch Kooperationen mit Senioreneinrichtungen etc. geprüft werden.

Voraussetzungen, um sich mit Computertraining für Senioren selbstständig zu machen

In formaler Hinsicht muss ein Gewerbe angemeldet werden, bevor die Tätigkeit offiziell aufgenommen wird. Natürlich muss die Tätigkeit auch steuerlich erfasst werden. Die Kosten für eine Existenzgründung halten sich mit Blick auf die formalen Anforderungen in engen Grenzen. Rein inhaltlich sollten Existenzgründer in ihrer Rolle als Coach bzw. Lehrer nicht nur Fachwissen, sondern auch Empathie, Geduld und ein didaktisches Geschick im Umgang mit älteren Menschen mitbringen. Je nach Vorwissen sind mehrere Kurse zu konzipieren (z. B. für Fortgeschrittene und solche, die quasi beim Hochfahren eines PCs beginnen). Die Beschäftigung mit dem Vorwissen ist sicher wichtig, um einzelne Kurse auf die Erwartungshaltung abstimmen zu können. Wird die Erwartungshaltung der Kursteilnehmer nicht getroffen, so wird sich schnell Frustration ausbreiten.

Wer reines Wissen vermittelt, ohne eigene Produkte zu verkaufen, bewegt sich mitunter im Grenzbereich zur unterrichtenden, freiberuflichen Tätigkeit. Ob im Einzelfall ein Gewerbe anzumelden ist oder eine freiberufliche Lehrtätigkeit vorliegt, entscheidet letztlich das Finanzamt. Eine erste Einordnung liefert der kostenlose Check.

Gewerbe oder Freiberuf? Jetzt prüfen

Sofern die Tätigkeit als Gewerbe einzuordnen ist, lässt sich der Weg von der Anmeldung bis zum Start mit einem persönlichen Fahrplan strukturieren.

Gewerbeanmeldung Schritt für Schritt vorbereiten

Verdienst mit Computertraining für Senioren

Wer mit Computerworkshops für Senioren gut verdienen will, ist auf eine hohe Auslastung angewiesen. Gerade im Falle von Gruppenkursen lässt sich gutes Geld verdienen, da die Gebühr mit der Teilnehmerzahl multipliziert werden kann. Wer für einen Tageskurs (6–8 Stunden) pro Teilnehmer 50 Euro verlangt, kann bei 10 Teilnehmern 500 Euro verbuchen. Gelingt dies an 10 Tagen im Monat, so winken Einnahmen in Höhe von 5.000 Euro. Für private Einzelcoachings können auch höhere Stundensätze berechnet werden. Damit von den Einnahmen möglichst viel Gewinn (nach Abzug aller Steuern und Kosten) übrig bleibt, muss die Kostenstruktur möglichst schlank gehalten werden. Mengenrabatte sind nicht unüblich, sie sollten aber gut kalkuliert werden. Hintergrund ist, dass mit Rabatten für weitere gebuchte Computerkurse Folgeeinnahmen generiert und die Kundenbindung erhöht werden kann. Wer wissen will, wie viel er mit Computerkursen für Senioren verdienen kann, sollte anhand des Kursspektrums Szenarien durchrechnen. Für jeden Kurs sollte mit einer realistischen Auslastung gerechnet werden, sodass schnell ein prognostizierter Umsatz deutlich wird.

Zusammenfassung für die Geschäftsidee

  1. Durch den demografischen Wandel werden Senioren für zukunftsorientierte Geschäftsmodelle zu einer immer wichtigeren Zielgruppe.
  2. In den letzten Jahren ist die Internetaffinität von Senioren stark angestiegen – gefragt sind daher zunehmend Vertiefung und Sicherheit statt reiner Grundlagen.
  3. Im Businessplan muss der Umfang der Geschäftsidee klar umrissen werden, zumal sich hieraus der unmittelbare finanzielle Aufwand ergibt.
  4. Eine Spezialisierung auf Zukunftsthemen für Computerkurse kann eine sinnvolle Option sein (z. B. das Thema Gesundheitsmanagement).
  5. Beim Marketing kann angesichts der wachsenden Internetaffinität ebenfalls auf digitale Wege gesetzt werden, wobei traditionelle Werbeformen sicher auch eingesetzt werden sollen.
  6. Abgesehen von den fachlichen Inhalten von Computerworkshops für Senioren sollte bei der Konzeption Wert auf den sozialen Charakter bzw. das Miteinander gelegt werden (eine Art Ort der Begegnung mit Gleichgesinnten): Für Senioren kann der Erlebnis- und Austauschcharakter im Zweifelsfall ein entscheidender Grund für die Teilnahme sein.

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