Selbstständig machen als Foodstylist

Die Arbeitsresultate der hier vorgestellten Geschäftsideeselbstständig machen als Foodstylist‘ kennt jeder aus dem Alltag: All die schmackhaften Bilder in Kochbüchern oder Werbeprospekten von Lebensmitteln werden von Foodstylisten wirkungsvoll in Szene gesetzt. Macht der Foodstylist eine gute Arbeit, läuft dem Betrachter das Wasser im Mund zusammen. Und auch am Filmset kann ein Foodstyling dafür sorgen, dass die servierten Speisen so echt und ansprechend wie möglich wirken. Es geht darum, bei einem Fotoshooting oder auch Dreh Lebensmittel oder Speisen schön anzurichten und sie in das beste Licht zu tauchen. Es handelt sich um eine besondere Form der Fotografie, die ein hohes Maß an Ästhetik für Lebensmittel verlangt: Das Auge isst mit!
 

Was macht ein Foodstylist?

Letztlich verfolgt professionelles (!) Foodstyling das Hauptziel, optische Frische zu erzeugen und so Geschmack in Szene zu setzen. Ein Foodstylist holt aus allen Speisen kameragerecht das Beste heraus. In den Erfahrungsberichten in den Quellen können Gründer als Inspiration nachvollziehen, dass viele Speisen beim Food-Styling gar nicht gegart sind. Das, was auf den ersten Blick sehr lecker aussehen, kann in Wirklichkeit ungenießbar sein (Gemüse ist wegen der frischeren Farbe oft roh und für Bräunungseffekte wird beispielsweise nicht selten auf einen Föhn zurückgegriffen). Es geht um die geschmacklich ansprechende Inszenierung von Lebensmitteln und auch Getränken, wozu viele Mittel recht sind. Ein erfahrener Food-Stylist vereint das Fachwissen eines Fotografen und Kochs bzw. Konditors.
 

Das Wichtigste in Kürze: Existenzgründung als Foodstylist

  • Es handelt sich um einen modernen Beruf, für den es keine einheitliche Ausbildung gibt. Die meisten selbstständigen Experten für Foodstyling bringen eine Ausbildung als Koch und/oder Fotograf mit.

  • Dieses Berufsbild stellt eine Symbiose aus Kochhandwerk und Fotografie dar. Ideale Voraussetzungen also, um sich mit beliebten Hobby selbstständig zu machen und damit Geld zu verdienen.

  • Ob Foodstylisten ein Gewerbe anmelden müssen oder es sich um einen freien Beruf handelt, ist im Einzelfall zu klären.

  • Die Konkurrenz ist überschaubar: Brancheninsider gehen davon aus, dass es in Deutschland knapp 100 selbstständige Foodstylisten gibt.

  • Die Vermarktung des eigenen Angebots kann reichweitenstak über Social-Media-Kanäle erfolgen, um potenziellen Kunden die Dienstleistungen schmackhaft zu machen.


Voraussetzungen, um sich als Foodstylist selbstständig zu machen

Wie Foodstylist werden? Da es keine offiziell anerkannte Ausbildung geschweige denn einen Studiengang für Foodstyling gibt, kommen viele Gründer über Umwege bzw. ein leidenschaftliches Hobby zu dieser Geschäftsidee. Die meisten selbstständigen Foodstylisten bringen eine Ausbildung als Koch/Konditor oder Fotograf mit. Insofern gibt es nicht den klassischen Einstieg als Foodstylist. Vielmehr ist es die Liebe zu Lebensmitteln und Fotografie, die zu dieser außergewöhnlichen Geschäftsidee führt.
 

Persönliche und fachliche Voraussetzungen für Foodstyling

Die Selbstständigkeit als Foodstylist bietet die Möglichkeit, Hobbys auszuleben und damit gutes Geld zu verdienen. Das wird aber letztlich nur mit einem hohen Grad an Professionalisierung gelingen, wobei mit der Ausarbeitung des Businessplans die strategischen Grundlagen zu legen sind. Zu den wichtigsten Voraussetzungen, um sich als Food-Stylist selbstständig zu machen, zählt ein stark ausgeprägtes ästhetisches Empfinden für Formen, Farben und Proportionen beim Anrichten von Lebensmitteln. Fachkenntnisse im Umgang mit frischen Lebensmitteln sind ebenso wichtig wie professionelles Wissen im Bereich der Fotografie. Die Arbeit eines Foodstylisten wird sehr stark von der Qualität der Fotos abhängen. Nicht selten sind Geduld und ein hohes Maß an Kreativität und Improvisationskunst gefragt, um optische Perfektion zu erreichen.
 

Foodstylist: Gewerbe anmelden oder freier Beruf?

Diese Frage lässt sich nur schwer pauschal beantworten. Gründer müssen ihre individuellen Voraussetzungen frühzeitig klären, um Handlungssicherheit zu erlangen. Es handelt sich in gewissem Maße um Kunst, sodass im Bereich der Fotografie eventuell vom Finanzamt eine freiberufliche Tätigkeit anerkannt werden könnte (z. B. mit einem Studienabschluss im Bereich Design). Wer eine Ausbildung zum Koch mitbringt und eher Kundenvorgaben umsetzt, wird wahrscheinlich ein Gewerbe anmelden müssen, sofern die Tätigkeit dauerhaft und gewinnorientiert ausgeübt wird.

Da es nur wenige Foodstylisten gibt, fehlen für eine fundierte Einschätzung relevante Referenzen. Wer diesen formalen Aspekt vertiefen möchte, sollte das Gespräch mit dem Gewerbeamt und Finanzamt suchen. Der Beitrag Ab wann bin ich Freiberufler?liefert ebenfalls konkrete Ansatzpunkte für eine bessere Orientierung.
 

Ausgangslage: Warum selbstständig machen als Foodstylist?

Wer sich selbstständig machen und ‚irgendwas mit Food‘ im Hinterkopf hat, findet auf diesem Portal viele geschmackliche Anregungen. Der Beruf des Foodstylisten ist ideal für alle, die nicht nur am Herd stehen und sich bewusst gegen einen gastronomischen Betrieb entscheiden wollen. Wer sich als Food-Stylist selbstständig macht, wird sich beim Fotografien und Filmen kreativ ausleben können und insofern guten Geschmack nicht nur bei der Auswahl der Lebensmittel erkennen lassen. Die Erfahrungsberichte von selbstständigen Foodstylisten aus der Quelle zeigen, dass gerade der kreative Mix als sehr attraktiv empfunden wird. Bei der Frage, wie man auf die Idee kommt, sich als Foodstylist selbstständig zu machen, wird immer wieder die Fotografie genannt. Insofern handelt es sich um eine berufliche Symbiose aus Kochen und Fotografieren, die alle anspricht, die beruflich etwas sehr Neues und Kreatives umsetzen wollen.
 

Wer bucht einen Foodstylisten/Foodstyling?

Diese Frage ist entscheidend für die zu erwartende Nachfrage. Sie sollte daher nicht allgemein, sondern mit Blick auf den anvisierten Aktionsradius so konkret und belastbar wie möglich beantwortet werden. Die meisten Foodstylisten kooperieren mit Werbeagenturen oder direkt mit Lebensmittelherstellern, die ihre Erzeugnisse bei der Vermarktung von ihrer besten Seite zeigen wollen. Das verdeutlicht, dass ein gewisses Netzwerk und gute Branchenkenntnisse notwendig sind, um Aufträge als Foodstylist zu erhalten. Idealerweise knüpfen angehende Gründer daher bereits vor dem Weg in die Selbstständigkeit erste Kontakte, um auf einer soliden Basis starten zu können. Abgesehen vom Werbebereich und der professionellen Fotografie können sich selbstständige Foodstylisten auch auf den Filmbereich ausrichten und hinter der Kamera dafür sorgen, dass Speisen und Lebensmittel perfekt in Szene gesetzt werden. Denkbar ist es auch, sich auf Restaurants zu spezialisieren und für die Speisekarte und lokale Werbung ansprechende Fotos zu schießen. Der unternehmerischen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
 

Wie sieht es mit der Konkurrenz aus?

Beim Food-Stylisten handelt es sich um einen recht seltenen Beruf, was sich auch in der Anzahl dieser Experten widerspiegelt: Laut Branchenkennern gibt es in Deutschland knapp 100 Foodstylisten, was angesichts der Vielzahl potenzieller Kunden oder Kooperationspartner in der Werbewirtschaft für eine überschaubare Konkurrenz spricht. Dennoch handelt es sich nicht um einen geschäftlichen Selbstläufer: Die Ausgangslage muss am Standort fundiert sondiert werden. Vor allem die Qualität der eigenen Arbeit muss stimmen, um gut zahlende Kunden zu überzeugen. Ohne Erfahrungen und exzellentes Fachwissen im Bereich der Fotografie inklusive Bildbearbeitung dürfte es sehr schwer werden, als selbstständiger Foodstylist am Markt Fuß zu fassen.
 

Businessplan: Wie selbstständig machen als Foodstylist?

Im Businessplan muss deutlich werden, welchen finanziellen und leistungsbezogenen Umfang diese Geschäftsidee haben soll. Wer sich als Ein-Mann-Unternehmen im Bereich Foodstyling selbstständig machen will, kann direkt ohne nennenswerte Investitionen starten (natürlich nachdem alle Gründungsvoraussetzungen aus der Einleitung erledigt worden sind). Im Laufe der Zeit ist darüber nachzudenken, ein eigenes Koch- und Fotostudio einzurichten, wozu eine kleine Gewerbeimmobilie anzumieten ist. Das hätte den Vorteil, nicht immer zu Kunden reisen zu müssen und die Arbeit direkt vor Ort in professioneller Qualität durchführen zu können.
 

Dank geringer Hürden sofort mit vorhandenen Mitteln durchstarten

Die Kosten für ein solches Atelier halten sich in überschaubaren Grenzen, sodass finanzielle Risiken eher gering sind. In den Erfahrungsberichten von Foodstylisten ist jedenfalls nichts davon zu lesen, dass mit hohen Investitionen zu rechnen ist. In der Startphase kann oft mit den vorhandenen Mitteln in professioneller Qualität gearbeitet werden, sofern eine hochwertige Kamera bereits vorhanden ist. Perspektivisch können Gründer darüber nachdenken, ein Unternehmen für Foodstyling mit anderen Gründern und Mitarbeitern hochzuziehen. Somit würden mehr Kapazitäten geschaffen, um große Brocken aus der Lebensmittelindustrie gewinnen zu können.
 

Leistungsspektrum & Spezialisierung als Foodstylist

Für eine nachhaltige Positionierung als selbstständiger Foodstylist kommt im Businessplan vor allem den Alleinstellungsmerkmalen eine große Bedeutung zu. Je spezieller das Fachwissen ist, desto leichter wird es sein, sich von der Konkurrenz abzuheben. Eine Spezialisierung könnte sich z. B. auf besondere Techniken bei der Fotografie oder die anschließende Bildbearbeitung beziehen. Auch beim Einkauf und Anrichten von Lebensmitteln können Foodstylisten mit einzigartigen Ideen punkten. In diesem Sinne könnten sie sich auch als Food-Designer vermarkten und Lebensmittel in besonderen Formen zubereiten und/oder anrichten, sodass die Wirkung solcher Bilder Eindruck hinterlassen wird.
 

Marketing: Den ‚Geschmack‘ der Auftraggeber treffen

Wie Kunden gewinnen als Foodstylist? Beim Marketing sollten Foodstylisten eine ‚Kostprobe‘ ihres Könnens zeigen, wobei es hier nicht um den wahren Geschmack der Lebensmittel geht (und das ist dann der entscheidende Unterschied zu einem Koch oder Konditor): Es geht darum, wie die Lebensmittel aussehen und präsentiert werden und nicht darum, ob es sich um besondere Gaumenfreuden handelt. Der qualitätsbezogene Anspruch eines Foodstylisten muss sich in der Optik widerspiegeln.
 

Kunden wollen sich ein Bild machen können!

Bei Werbeaufnahmen muss es darum gehen, optisch das Beste aus Produkten herauszuholen. Wie diese tatsächlich schmecken oder ob sie in der Realität tatsächlich so aussehen, ist eine andere Frage. Kein Kunde wird ein Fertiggericht kaufen, wenn bereits das Bild auf der Verpackung nicht appetitlich ist. Hier zeigt sich, dass die Arbeit von professionellen Foodstylisten unmittelbar verkaufsförderlich ist, was für eine hohe Ausgabebereitschaft von Unternehmen spricht. Eine professionelle Mappe mit Aufnahmen (auch online auf einer optimierten Homepage in digitaler Form) können ein wirkungsvoller Köder sein, um potenziellen Kunden Appetit auf mehr zu machen.

Via Instagram oder YouTube lässt sich die eigene Arbeit mit Leben füllen. Ein Blick hinter die Kamera kann zeigen, wie akribisch der Foodstylist jedes Detail plant. Durch eine Homepage, einen Blog und Social-Media-Kanäle lässt sich für diese Geschäftsidee eine enorme Reichweite erzeugen. Messebesuche bieten die Möglichkeit, das eigene Können einem internationalen Publikum zur Schau zur stellen. Alleine die Internationalität dieser Berufsbezeichnung legt nahe, dass Food-Stylisten auch im Ausland ihr berufliches Glück finden können.
 

Wie viel verdient ein selbstständiger Foodstylist?

Laut Gehaltsportal ist mit einem durchschnittlichen Verdienst von knapp 2.900 Euro pro Monat zu rechnen. In den Erfahrungsberichten schildern selbstständige Foodstylisten Verdienstmöglichkeit jenseits der 4.000 Euro und je nach Auftraggeber zwischen 350 und 1.000 Euro pro Tag. Die Ausführungen im Businessplan für einen Foodstylisten haben verdeutlicht, dass diese Geschäftsidee eine schlanke Kostenstruktur aufweist. Von der Ausgabenseite her sind somit gute Voraussetzungen für einen attraktiven Verdienst als Foodstylist gegeben.
 

Womit sollten angehende selbstständige Foodstylisten ‚rechnen‘?

Die Herausforderung wird darin liegen, eine hohe Auslastung sicherzustellen und immer wieder neue Aufträge an Land zu ziehen. Gelingt dies und werden alle Preise mit ansprechenden Gewinnmargen kalkuliert, kann der Verdienst als Foodstylist vergleichsweise hoch ausfallen und die genannten Dimensionen erreichen. In den Erfahrungsberichten schildern Foodstylisten aber auch, Phasen ohne Aufträge überbrücken zu müssen. Diese Aussage zeigt, wie wichtig es ist, Rücklagen zu bilden. Es liegt in der Natur der Selbstständigkeit, mit gewissen Schwankungen bei den Einnahmen zu rechnen. Daher ist es auch empfehlenswert, bei den Schätzungen für das Finanzamt für die abzuführenden Steuern nicht zu optimistisch zu sein, denn das hätte womöglich zu hohe finanzielle Belastungen zur Folge. Diese würden sich unmittelbar negativ auf die Liquidität ausüben.
 

Zusammenfassung für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen als Food-Stylist‘:

  1. Warum selbstständig machen als Foodstylist?

Insgesamt erscheint die Ausgangslage gut, da es in Deutschland eine überschaubare Konkurrenz gibt und viele Lebensmittelunternehmen auf die Expertise von professionellen Foodstylisten setzen. Von der persönlichen Seite her müssen Gründer diese Frage mit innerer Überzeugung beantworten können. Letztlich verkörpert diese Geschäftsidee einen interessanten Mix aus Lebensmittelkunde, Kochen und Fotografie. Wer diese Mischung liebt, kann als selbstständiger Foodstylist sein berufliches Glück finden.

  1. Wer kann sich als Foodstylist selbstständig machen?

Eine einheitliche Ausbildung gibt es nicht, viele Foodstylisten landen über Umwege oder ihr Hobby bei diesem Beruf. Oft führt die Leidenschaft für Fotografie zur Geschäftsidee, sich als Foodstylist selbstständig zu machen. Viele etablierte Experten für Foodstyling bringen eine Ausbildung zum Koch oder Konditor mit. Ohne Fachwissen im Bereich von Fotografie und Bildbearbeitung wird die Existenzgründung nicht funktionieren.

  1. Wie viel verdient ein selbstständiger Foodstylist?

Das muss aus den Zahlen des Finanzteils im Businessplan hervorgehen. Die Datenlage ist eher dünn, da es sich um einen recht seltenen Beruf handelt. Aus den Quellen lässt sich realistischerweise ein Monatsverdienst von 3.000 bis 4.000 Euro ableiten. Je höher die Auslastung ist und je höher die durchsetzbaren Preise sind, desto mehr wird ein selbstständiger Food-Stylist verdienen können. Perspektivisch steigen so mit dem eigenen Marktwert die Verdienstmöglichkeiten als Foodstylist.

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