Selbstständig machen mit einem Hofladen

Warum selbstständig machen mit einem Hofladen? Weil regionale Produkte in Deutschland sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Heimische oder besser noch regionale Erzeugnisse genießen ein immenses Vertrauen. Mehr als 90 % aller Konsumenten in Deutschland geben an, sich bewusst für solche Produkte zu entscheiden, wenn sie ein gutes Angebot finden. Und hier genau soll der folgende Ratgeber für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit einem Hofladen‘ ansetzen. Wie muss ein Verkaufskonzept für regionale Erzeugnisse aussehen? Welche Faktoren sind für den Businessplan wichtig? Welche (gesetzlichen) Rahmenbedingungen sind für einen Hof- bzw. Bauernladen relevant?
 

Hofladen eröffnen: Für wen eignet sich diese Geschäftsidee?

Grundsätzlich spricht diese Geschäftsidee Gründer an, die regionale Produkte erzeugen und/oder sich damit bestens auskennen sowie leidenschaftlich identifizieren können. Insofern liegt es nahe, einen Hofladen als Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs zu sehen. Es besteht aber auch die Option, sich mit einem Hofladen ein alleiniges Standbein bei einer Existenzgründung aufzubauen. Dieser Beitrag wird zeigen, dass hierfür nicht zwangsläufig ein eigener Bauernhof bzw. landwirtschaftlicher Betrieb notwendig ist. In diesem Sinne sollen im Zuge der Ausgangsanalyse Optionen für diese Geschäftsidee aufgezeigt werden, damit Gründer nicht nur eine Perspektive prüfen und dann entwickeln können.

Zu Beginn stellen sich Gründer die Frage, wie sie einen Hofladen eröffnen können? Im folgenden Beitrag sollten die wichtigsten Voraussetzungen und Rahmenbedingungen kompakt vorgestellt werden.
 

Voraussetzungen, um sich mit einem Hofladen selbstständig machen zu können:

Wer einen Hofladen betreiben möchte und räumlich sowie personell von der so genannten Urproduktion getrennt ist, wird ein Gewerbe anmelden müssen. Um einen Hofladen langfristig am Markt als Alternative zu Supermärkten platzieren zu können, ist ein einzigartiges Verkaufskonzept im Businessplan zu entwickeln. Die betriebswirtschaftliche Sichtweise darf dabei nicht zu kurz kommen. Alle Preise und Konditionen müssen mit dem Ziel möglichst großer Gewinnmargen gestaltet werden. Was die Voraussetzungen für den Betrieb eines Hofladens angeht, so sind zahlreiche Gesetze und Verordnungen zu beachten. Zu den wichtigsten zählen Hygienevorschriften (Verarbeitung und Kühlung von frischen Lebensmitteln), Vermarktungsnormen, das Produkthaftungs- und Eichgesetz, die Verpackungsverordnung, Regelungen für die Preisauszeichnung und gesetzliche Ladenöffnungszeiten sowie das Infektionsschutzgesetz, das durch die Corona-Epidemie in Deutschland wieder in den Fokus der medialen und auch geschäftlichen Aufmerksamkeit gerückt ist. Je nach Umfang/Leistungsspektrum des Hofladens sind Genehmigungen (Stichwort Erlaubnispflicht) zu prüfen.


Ausgangsanalyse: Wie selbstständig machen mit Hofladen?

Um sich einleitend einen kompakten Überblick über diese Geschäftsidee verschaffen zu können, sei auf die Themen und Schwerpunkte dieses praxisorientierten Porträts hingewiesen:

  • Welche Produkte sollen/können im Hofladen verkauft werden?

  • Businessplan für Hofladen: Diese Themen gehören hinein!

  • Welche Voraussetzungen sind für einen Hofladen zu beachten?

  • Wie lassen sich Kunden für einen Bauernladen gewinnen?

  • Wie viel Gewinn wirft ein Hofladen ab?


Hofladen eröffnen? Fakten zur Chancenbewertung nutzen!

Zahlreiche Statistiken weisen darauf hin, dass die Zahl der Kunden, die direkt beim Erzeuger kaufen und dies öfter tun wollen, seit Jahren größer wird. Das sind prinzipiell von der Nachfrage her sehr gute Voraussetzungen, um sich mit einem Hofladen selbstständig zu machen. Um mit dem ebenfalls wachsenden Angebot von Supermärkten und Discountern mithalten zu können, kommt der professionellen Vermarktung eines Hofladens eine immens wichtige Bedeutung zu. Denn die Tatsache, dass sich regionale Erzeugnisse gut verkaufen lassen, nutzen auch Handelsketten seit Jahren immer stärker aus.
 

Warum kaufen Kunden regional ein?

Fast 90 % der Kunden geben an, vor allem die Qualität dieser Erzeugnisse sehr zu schätzen. Gut 50 % der Kunden möchten mit dieser bewussten Entscheidung die heimische Wirtschaft vor Ort stärken. Für gut 25 % spielen ökologische Aspekte eine zunehmend wichtige Rolle. Das wirft die Frage auf, ob der Fokus auch oder vollständig auf Bio-Erzeugnisse gelegt werden soll.
 

Konkurrenz: Handelsketten haben regionale Produkte längst für sich entdeckt

Wer sich folglich mit einem Hofladen selbstständig machen möchte, muss sich in der Kundenwahrnehmung als attraktive Option platzieren und darüber hinaus einen guten Standort nutzen können. Tendenziell wird ein solcher eher im ländlichen Bereich zu finden sein, auch touristische Regionen erscheinen vielversprechend. In der Stadt ist die direkte Konkurrenz durch viele Supermärkte in der Nähe einfach zu groß. Die Mehrwerte und Vorteile dieser Geschäftsidee (vor allem auch aus Kundensicht) liegen auf der Hand: Die Vertriebswege sind sehr kurz, was dem Umweltschutz sowie dem Nachhaltigkeitsgedanken unmittelbar zugutekommt. Für Kunden ist es ein gutes Gefühl, den Erzeuger (gut) zu kennen. Mit einem Hofladen lässt sich Transparenz schaffen, was als Schlüssel für Verkaufserfolge zu sehen ist.
 

Welche Produkte kaufen potenzielle Kunden regional ein?

Werfen wir noch einen Blick auf das mögliche Angebotsspektrum eine Hofladens. Es liegt in der Natur der Sache, vor allem Erzeugnisse mit hoher Nachfrage zu verkaufen. Daher ist die Frage interessant, welche Lebensmittel die Deutschen am meisten regional kaufen? Hier die Rangliste als mögliche Entscheidungsgrundlage für den Businessplan (Angaben gemäß statista):

  1. Eier (45 %)

  2. frisches Obst und Gemüse (44 %)

  3. Milch bzw. Milchprodukte (36 %)

  4. Fleisch (35 %)

  5. Wurstwaren (29 %)

  6. Fisch (14 %)


Businessplan: So nimmt diese Geschäftsidee konkrete Züge an!

Welche Möglichkeiten gibt es, um einen Hofladen eröffnen zu können? Ist unbedingt ein eigener Bauernhof erforderlich? Letztlich sind neben den eigenen Kenntnissen die konkreten Chancen am regionalen Markt zu prüfen. Der Businessplan ist der richtige Ort, um dies in geordneter und potenzialorientierter Form zu tun.
 

Landwirtschaftliche Direktvermarktung für das Geschäftskonzept prüfen

Meistens wird unter einem Hofladen die so genannte landwirtschaftliche Direktvermarktung verstanden. Es handelt sich daher um einen Laden, der einem Landwirtschaftsbetrieb direkt angeschlossen ist. Aber auch in diesem Bereich ist es so, dass oft noch regionale Waren hinzugekauft und dann verarbeitet werden, um Kunden ein möglichst großes Produktspektrum anbieten zu können. Natürlich wird nicht jeder, der einen Hofladen eröffnen möchte, auf einen landwirtschaftlichen Betrieb zurückgreifen können. Durch die Option des Zukaufs am regionalen Markt reichen auch kleinere Nutzflächen, um einen Hofladen gründen zu können. Auch völlig neue Konzepte für die regionale Erzeugung von Lebensmitteln sind zu prüfen. So muss es sich bei den Erzeugern nicht nur um Bauern bzw. landwirtschaftliche Betriebe handeln.
 

Alternative Bezugsquellen für regionale Produkte prüfen

Auch Erzeugnisse von Kleingartenanlagen ließen sich als Bezugsquelle nutzen, wobei sich für beide Seiten eine Win-Win-Situation verwirklichen ließe. Natürlich können Gründer vor Ort auch das Gespräch bei Landwirten suchen. Das wird spätestens bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten der Fall sein müssen. Im Zuge dessen sind die Möglichkeiten für eine betriebliche Zusammenarbeit zu erörtern. So könnte ein tragfähiges Konzept für einen Hofladen entstehen, ohne einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb zu besitzen. Immer mehr Menschen schließen sich mit anderen zusammen, um Parzellen zu bewirtschaften, teils unter ökologischen Gesichtspunkten. Auch in solchen modernen Formen der Landwirtschaft kann eine regionale Bezugsquelle für einen Hofladen liegen.
 

Mit einem einzigartigen Konzept wird der Hofladen zu einem Erfolg!

Mit dem Businessplan muss ein einzigartiges, möglichst verkaufsförderndes Konzept entwickelt werden. Zu bedenken ist, dass Kunden alleine beim Wort Hofladen bestimmte Erwartungshaltungen haben. Die meisten werden an Verkaufsräume in einer Scheune o.ä. denken. Je mehr das eigene Geschäftskonzept von dieser ‚Idealvorstellung‘ abweicht, desto eher sollte Abstand vom Begriff Hofladen genommen werden. Eine alternative Bezeichnung könnte Bauernladen oder regionaler Frischemarkt sein. Wer selber aus Roherzeugnissen Lebensmitteln herstellt, kann sich auch als regionaler Frischemarkt vermarkten. In jedem Fall muss durchdacht sein, welche Erwartungen alleine der Name bei Kunden weckt.
 

Welche Rolle spielt die Warenpräsentation bei einem Hofladen?

Abgesehen von den Räumlichkeiten, die einen gewissen rustikalen Charme versprühen sollten, kommt ebenfalls der verkaufsfördernden Warenpräsentation eine wichtige Bedeutung zu. Im Businessplan sollte daher deutlich werden, wie die unterschiedlichen Waren präsentiert werden. Natürlich können hier neben funktionalen Aspekten (Kühlung) auch dekorative Elemente (man denke etwa an Milchkannen oder Körbe für den Verkauf von Eiern) eine Rolle spielen. Das Einkaufserlebnis kann und sollte sich deutlich vom Supermarkt abheben! Denkbar wäre es, das Kunden eigene Behälter mitbringen, um z. B. frischen Joghurt einpacken zu können.
 

Einkauf & Angebot: Muss alles aus eigener Produktion stammen?

Im Businessplan muss mit Blick auf die anvisierte Zielgruppe erkennbar sein, welche Waren in welcher Form verkauft werden sollen. In wirtschaftlicher Hinsicht sind natürlich die Gewinnmargen von größtem Interesse. Was bietet große wirtschaftliche Chancen, weil es in dieser Form und Qualität nicht beim Discounter zu haben ist? Bei einem Hofladen bietet sich die Chance, durch saisonale Produkte für Abwechslung und somit immer wieder neue Kaufanreize zu sorgen. Ein gewisser Grundstock an Produkten sorgt für eine berechenbare Einnahmebasis. Das Konzept für den Hofladen kann ebenso vorsehen, dass regionale Erzeugnisse von Bauern bereits verarbeitet wurden. Aus Getreide könnte etwa frisch gebackenes Brot verkauft werden, was den Hofladen als eine Alternative zum Bäcker erscheinen lässt. Ebenso denkbar ist es, einen gastronomischen Betrieb zu integrieren, der dann die zubereiteten regionalen Produkte direkt auf den Teller bringt. Im Sommer könnte die Herstellung frischer Konfitüren zu einer saisonalen Einnahmequelle werden.
 

Alle Entscheidungen müssen glaubhaft zur Unternehmensphilosophie passen!

Die Frage, was selber produziert oder zugekauft wird, sollte im Businessplan zahlenbasiert beantwortet werden. Ausschlaggebend muss letztlich immer die Ressourcenorientierung sein. Mit welcher Entscheidung lassen sich dauerhaft höhere Gewinne erzielen? Wofür sind größere personellen und auch maschinelle Ressourcen notwendig? Wer z. B. Brot selber backt oder frischen Fisch räuchert, muss mehr in Technik investieren als beim Zukauf solcher Produkte. Wer alles selber als Markenkern und auch Qualitätsversprechen herstellt, wird die Produkte zu entsprechend höheren Preisen verkaufen müssen. Über diesen Aspekt sollte Klarheit herrschen!
 

Wie Kunden gewinnen für einen Hofladen?

Ein gut zu erreichender Standort an einer stark befahrenen Straße sollte die Basis für das täglich notwendige Kundenaufkommen sein. Wer von einem Hofladen leben können will, muss am Tag eine gewisse Zahl an Kunden mit einem durchschnittlichen Umsatz von x Euro haben. Hinweisschilder sind schon in den nahe liegenden Orten eine sehr gute Möglichkeit, um Touristen bzw. Selbstversorger abgesehen von Stammkunden für den Hofladen gewinnen zu können. Ein Marktstand auf dem Wochenmarkt im Ort oder Nachbarort kann nicht nur für eine zusätzliche Einnahmequelle sorgen, sondern auch das Marketing bzw. die Mund-zu-Mund-Propaganda ankurbeln.

Auch wenn dieses Geschäftsmodell vermeintlich ‚traditionell‘ erscheinen mag, spielen digitale Reichweite und Sichtbarkeit mittlerweile sicherlich eine Schlüsselrolle. Es gilt, mit einer suchmaschinenoptimierten Homepage und entsprechenden Local SEO Maßnahmen sicherzustellen, jeden Tag Laufkundschaft bzw. Tagestouristen gewinnen zu können. Die Präsenz in regionalen Printmedien oder Flyer in Restaurants bzw. Tourismuszentren kann ebenfalls messbar zur Kundengewinnung beitragen. Bei der Vermarktung sind vor allem die Chancen von selbstgemachten Produkten zu erörtern, da diese sich bei vielen Kunden einer großen Beliebtheit erfreuen.
 

Gewerbeanmeldung? Diese steuerlichen Besonderheiten sind zu beachten

Sofern der Hofladen in einen landwirtschaftlichen Betrieb integriert ist, stellt sich die Frage nach der Pflicht, ein Gewerbe für einen Hofladen anzumelden. Die so genannte landwirtschaftliche Urproduktion selbst wird Einkünften aus landwirtschaftlicher Erzeugung zugeordnet, wofür kein Gewerbe anzumelden ist. Sobald aber Verkauf im Hofladen und Urproduktion personell und räumlich getrennt sind, liegt ein Gewerbe vor. In der Regel wird für einen Hofladen also ein Gewerbe anzumelden sein, wobei die Voraussetzungen im Einzelfall immer frühzeitig zu klären sind. Zu prüfen ist, ob die steuerliche Sonderbehandlung von Landwirtschaftsbetrieben auch für das erstellte Geschäftskonzept des Hofladens gilt. Ob im Rahmen der Gewerbeanmeldung weitere Nachweise zu erbringen oder Erlaubnispflichten zu beachten sind, lässt sich konkret nur aus dem ausgearbeiteten Leistungsspektrum ableiten. Für einen integrierten Gastronomiebetrieb wird in der Regel eine Konzession zu erwirken sein.
 

Hofladen, was ist zu beachten? Mit diesen Gesetzen/Verordnungen haben es Hofladenbetreiber zu tun

Wer einen Hofladen/Bauernladen eröffnen möchte, wird sich je nach Art des Geschäftsmodells mit zahlreichen rechtlichen Vorgaben befassen müssen. Im Folgenden seien die wichtigsten skizziert:

  • Gewerbe- und Steuerrecht: steuerliche Erfassung der Tätigkeit, Abführen von Gewerbe- und Umsatzsteuer, Buchführungspflichten.

  • Ladenöffnungsgesetz: Möglichkeiten im jeweiligen Bundesland prüfen.

  • Straßenverkehrsrechtliche Vorschriften: Werbeanlagen müssen einen bestimmten Mindestabstand aufweisen, sie dürfen Autofahrer nicht irritieren.

  • Baurechtliche Vorschriften: Anträge für Umbauvorhaben sind rechtzeitig zu stellen

  • Eichgesetz: Wagen im Hofladen für den Verkauf müssen in der Regel alle 2 Jahre geeicht werden.

  • Preisangabenverordnung: So müssen Preise gekennzeichnet werden!

  • Verpackungsverordnung: Nennfüllmengen müssen der Angabe auf der Verpackung entsprechen.

  • Vermarktungsnormen: Welche Mindestgüteeigenschaften sind z. B. für Obst und Gemüse zu erfüllen?

  • Produkthaftungsgesetz: Inhaber haften für eventuelle Schäden, die durch ihre Produkte entstanden sind (es gilt hierbei die so genannte Beweislastumkehr, Kunden müssen also den Beweis hervorbringen).

  • Lebensmittelhygienerecht: Dort, wo frische Lebensmittel verarbeitet werden, sind spezielle Hygienestandards zu beachten (Räume müssen beispielsweise gefliest sein)

  • Infektionsschutzgesetz: Nachweis eines aktuellen Gesundheitszeugnisses bei der Verarbeitung frischer Lebensmittel erforderlich. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein ausgereiftes Hygienekonzept für Betriebe ist (nicht nur in einer akuten Krisenzeit).


Diese Liste zeigt, wie komplex die Existenzgründung eines Hofladens sein kann. Ohne eine gründliche Vorbereitung und belastbare Fachkenntnisse wird es kaum möglich sein, sich mit seinem neuen Angebot am Markt zu etablieren.
 

Wie viel Gewinn wirft ein Hofladen ab?

Die Frage nach dem Verdienst mit einem Hofladen muss der Finanzteil des Businessplans beantworten können. Wer sich mit einem Hofladen selbstständig machen möchte und den Businessplan ausgearbeitet hat, sollte diese Frage selber möglichst belastbar beantworten können. Mit einem großen Produktspektrum, einem guten Standort und einer durchdachten Preiskalkulation sollten Gründer gut von einem Hofladen leben können. Das setzt natürlich eine möglichst schlanke Kostenstruktur voraus. Saisonale Einnahmeschwankungen lassen sich nicht unbedingt vermeiden, da das Angebot an Obst und Gemüse im Sommer einfach größer ist. Insofern ist zu prüfen, mit welchen weiteren Geschäftsideen sich im Winter ebenfalls eine hohe Einnahmebasis nutzen lässt.
 

Zusammenfassung/FAQ für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Hofladen‘

  1. Worin liegen die Chancen der Selbstständigkeit mit einem Hofladen?

Verbraucher legen in den letzten Jahren einen immer größeren Wert auf regionale Produkte. Genau diesen Trend kann die Geschäftsidee mit einer klaren Abgrenzung zu Supermärkten und Discountern gewinnorientiert verfolgen.

  1. Ist ein Bauernhof/Landwirtschaftsbetrieb ein zwingendes Muss für diese Geschäftsidee?

Nein, im Text wurden alternative Optionen skizziert, um einen Hofladen öffnen zu können. Ohnehin lässt das Konzept an sich einen großen Interpretationsspielraum zu. Zu bedenken ist, dass der Name Hofladen eine gewisse Erwartungshaltung weckt.

  1. Ist eine Gewerbeanmeldung für einen Hofladen notwendig?

Einnahmen aus landwirtschaftlichen Betrieben unterliegen eigentlich einer steuerlichen Sonderbehandlung. Diese ist hinfällig, wenn Urproduktion und Verkauf räumlich und personell getrennt sind. Dann greift die Pflicht, ein Gewerbe anzumelden.

  1. Wie lässt sich der Verkauf im Hofladen gezielt ankurbeln?

Neben guter Qualität, einer ansprechenden Auswahl und als akzeptabel wahrgenommenen Preisen (niemand wird in einem Hofladen Discounterpreise erwarten), spielt vor allem die gekonnte Warenpräsentation eine Schlüsselrolle. Schließlich handelt es sich um ein besonderes, nicht alltägliches Einkaufsvergnügen.

 

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