Selbstständig machen mit einem Kirmesstand

Aus Kindheitstagen sind vielen Menschen noch Besuche auf der Kirmes bzw. dem Rummel lebendig in Erinnerung. Neben rasanten Fahrgeschäften locken vor allem diverse Buden bzw. Kirmesstände mit Spannung, Gewinnen oder kulinarischen Köstlichkeiten. In der Luft liegt eine unterhaltsame Mischung aus gebrannten Mandeln und abenteuerlichen Fahrgeschäften. Wer angesichts dieser Vorstellung Lust auf mehr verspürt, kann aus der Leidenschaft für die Kirmes eine Geschäftsidee ableiten: selbstständig machen mit einem Kirmesstand. In diesem Porträt können sich angehende Existenzgründer mit den wichtigsten Themen und strategischen Ausrichtungsmöglichkeiten in kompakter Kürze praxisorientiert auseinandersetzen. Welche Herausforderungen sind zu bewältigen, um sich selbstständig mit einem Kirmesstand zu machen?
 

Kirmes: Über Begriffe und Regionales

Wer sich selbstständig mit einem Kirmesstand machen möchte, sollte in Bezug auf den Ort dieser Tätigkeit den Fokus nicht zu eng fassen. Denn letztlich kann ein Kirmesstand auch auf einem (Stadt)fest, einem Schützenfest oder einem regionalen Jahrmarkt stattfinden. Im Norddeutschen Raum ist der Begriff Rummel in diesem Zusammenhang häufig zu hören. Auch Großveranstaltungen wie das Münchener Oktoberfest kommen grundsätzlich in Betracht. Ein Kirmesstand ist insofern für diverse Volksfeste als Geschäftsgrundlage zu erörtern. In der Ausgangsanalyse wird noch verdeutlicht, dass es mit Blick auf geschäftliche Chancen in Deutschland ein starkes regionales Gefälle gibt. Ursprünglich stammt die Bezeichnung Kirmes von der ‚Kirchweih‘. Es handelte sich um eine alljährliche Gedächtnisfeier, im Rahmen derer auch eine Kirmes stattfand. An dieser nahmen typischerweise alle Einwohner eines Ortes teil. Es sollte nur eine Frage der Zeit sein, bis Schützenvereine und andere Organisationen diesen feierlichen Brauch in Form einer eigenen ‚Kirmes‘ nachahmten. Heute ist das Konzept Kirmes nicht mehr an die Kirche oder irgendwelche Organisationen gebunden. Wer sich selbstständig mit einem Kirmesstand machen möchte, wird sich in organisatorischer Hinsicht vor allem mit Städten bzw. Verantwortlichen für das jeweilige Programm auseinandersetzen müssen.


Existenzgründung mit einem Kirmesstand : Selbstständig machen im Reisegewerbe

  • Analyse der Ausgangslage

  • Herausforderungen für diese Geschäftsidee

  • Kundengewinnung für Kirmesstand?

  • Voraussetzungen, um einen Kirmesstand zu betreiben?

  • Verdienst mit einem Kirmesstand?


Analyse der Ausgangslage

Wer mit einem Kirmesstand als Existenzgründer durchstarten möchte, sollte zunächst die groben Rahmenbedingungen zwecks zielorientierter Planung beleuchten. Es muss klar sein, wie und wo ein Kirmesstand aufgestellt werden soll:

WIE (strategische Dimension): Welche Art von Kirmesstand (Gastronomie, Verkauf oder Spiel & Spaß)?

WO (Standorte): Auf welchen Volksfesten/Kirmesplätzen, Weihnachtsmärkten etc.? Und zu welchen Kosten bzw. Konditionen?

Wirtschaftlich betrachtet haben Jahrmärkte, Weihnachtsmärkte, Kirmessen bzw. diverse Volksfeste in Deutschland eine immense Bedeutung. Alleine das zweiwöchige Oktoberfest hat sich zu einem weltweiten Publikumsmagneten entwickelt, das in allen Teilen der Welt bekannt ist und unzählige Nachahmer aufweist. Eine recht aktuelle Studie zu diesem Zielmarkt besagt, dass es in Deutschland pro Jahr etwa 180 Millionen Besuche auf Kirmes und Co. gibt. Rein statistisch gesehen besucht jeder Deutsche mehr als 2 Mal ein Volksfest im Jahr. Obwohl diese Zahlen für den Zielmarkt Mut machen, darf nicht die Entwicklung seit der Jahrtausendwende außer Acht gelassen werden. Glaubt man offiziellen Zahlen, so hat die Anzahl an Volksfesten etc. um deutlich über 20 % abgenommen. In den letzten Jahren sind immer mehr kleine regionale Veranstaltungsorte weggefallen, da es viele potenzielle Besucher zu größeren Festen zieht. Dort ist der Erlebnis- und Unterhaltungsfaktor wesentlich größer.


Über die Wichtigkeit des Standortes

Angesichts dessen wird deutlich, dass der Standort eine immense strategische Bedeutung für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit einem Kirmesstand‘ hat. Zu den Top 5 der größten ‚kirmesartigen‘ Volksfeste zählen:

  1. Wiesn/Münchener Oktoberfest (mehr als 6 Millionen Besucher)

  2. Kirmes am Rhein in Düsseldorf (über 4 Millionen Besucher)

  3. Cannstatter Wasen in Stuttgart (etwa 4 Millionen Besucher)

  4. Freimarkt in Bremen (etwa 4 Millionen Besucher)

  5. Cranger Kirmes in Herne (knapp 4 Millionen Besucher)

Es versteht sich von selbst, dass es mit einem kleinen Kirmesstand sehr schwer wird, auf einem dieser beliebten Volksfeste zu landen. Gerade in der Startphase werden Existenzgründer etwas kleiner bzw. lokaler denken müssen. Insofern ist zu ergründen, welche Chancen sich in einem Aktionsrahmen von X Kilometern ergeben. Existenzgründer sollten selbst auch ehrlich hinterfragen, inwiefern sie bereit sind, mehrmals im Jahr zu reisen.

Mit Blick auf generelle Marktpotenziale sei darauf verweisen, dass es inklusive Weihnachtsmärkten mehr als 10.000 Feste in Deutschland gibt, auf denen ein Kirmesstand über das ganze Jahr verteilt aufgestellt werden könnte. Durchschnittlich dauert ein solches Fest aber nur gut 3 Tage. Daraus ergibt sich unmittelbar die Herausforderung, dass ein Kirmesstand im Jahr möglichst oft irgendwo platziert werden muss, damit er Gewinne abwirft.

Mit Blick auf die möglichen Standorte ist ein Blick auf die Verteilung von Volksfesten in Deutschland sehr aufschlussreich. Es zeigt sich, dass für einen Kirmesstand im Westen und Süden der Republik die besten Bedingungen herrschen. In der Mitte und im Osten Deutschlands sind die Möglichkeiten eher begrenzt, sich mit einem Kirmesstand selbstständig zu machen. Was die Struktur von Kirmessen angeht, so machen Fahrgeschäfte mit etwa 30 % noch den größten Umsatz aus. Verkaufsgeschäfte mit diversen Speisen und Süßwaren rangieren knapp dahinter auf Platz 2. Auf dem ungefähr gleichen Level siedeln sich Gastronomiebetriebe an. So genannte Stände für Ausspielungen und Schießgeschäfte sind mit etwas über bzw. deutlich unter 10 % seltener anzutreffen. Daraus kann nicht automatisch für eine Existenzgründung mit einem Kirmesstand abgleitet werden, dass Schießgeschäfte besonders attraktiv sind, da wenig Konkurrenz vorhanden ist. Zu denken ist immer von der Nachfrage her. Und die Zahlen belegen, dass das gastronomische Angebot auf der Kirmes in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist.
 

Zwischenfazit…

Als Fazit zur Ausgangslage ist festzuhalten, dass sich die Kirmes im Wandel befindet. Durchschnittlich gibt jeder Besucher 22 Euro aus. Das ist angesichts der enormen und direkten Konkurrenz auf einer Kirmes nicht viel, denn der Stand müsste ja im engsten Umkreis mit mehreren Anbietern mithalten können. Da sich Konkurrenz nicht verhindern lässt, muss das eigene Angebot sehr gut sein und entsprechend auch schmackhaft angepriesen werden. Da laut offiziellen Angaben das meiste Geld für Bratwürste, Bier und Zuckeräpfel ausgegeben wird, scheint die strategische Ausrichtung in Richtung Gastronomie ein wenig vorgegeben. Hier besteht auch die Chance, sich geschmacklich mit einem neuen Angebot von der Konkurrenz abzuheben und Veranstalter davon zu überzeugen, dass der eigene Kirmesstand auf keinen Fall im diesjährigen Programm fehlen darf. Den Besuchern ist die Aufenthaltsqualität auf einer Kirmes in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Genau hieran sollte die Konzepterstellung für einen Kirmesstand ansetzen.
 

Strategische Ausrichtung im Businessplan konkretisieren

Angesichts dieser facettenreichen Ausgangslage müssen Gründer im auszuarbeitenden Businessplan deutlich machen, was sie Kunden mit ihrem Kirmesstand für eine hohe Aufenthaltsqualität bieten wollen. Soll der Kirmesstand gastronomisch ausgerichtet werden oder eher verkaufend mit Losen/bestimmten Produkten? Oder soll er ein spielerisches Unterhaltungsangebot aufweisen? In Bezug auf die letztgenannte strategische Ausrichtung bietet sich die Chance, auf Tradition und Nostalgie zu setzen (z.B. mit Entenangeln) oder gezielt neue innovative Anreize zu setzen. So könnten bis dato unbekannte Erlebnisse und Spielformen (z.B. mit 3D Brillen) zu einem Publikumsmagneten werden. Um eine zugkräftige Positionierung zu erreichen, ist auch der Querschnitt des Angebots verschiedener Kirmessen/Volksfeste zu analysieren? Wo zeigt sich eine Angebotslücke? Welche Art von Kirmesstand wird Besuchern noch nicht geboten? Je nach Größe und Ausstattung können für einen Kirmesstand hohe Kosten entstehen, da eine individuelle Anfertigung meistens erforderlich ist. Hierzu muss ein erfahrener Partner gefunden werden. Um das nicht zu verachtende Finanzierungsvolumen meistern zu können, muss der Finanzteil im Businessplan realistisch durchgerechnet werden. Die Einnahmen sollten die Kosten deutlich übersteigen und so eine klare Profitabilität erkennen lassen. Ist das der Fall, werden sich potenzielle Geld-/Kreditgeber sehr viel einfacher gewinnen lassen.
 

Herausforderungen für diese Geschäftsidee

Gründer sollten sich fragen, ob sie bereit für ein ‚bewegtes‘ Leben sind. Denn der Betrieb eines Kirmesstandes wird mit einer hohen Reisetätigkeit verbunden sein. Eine große, arbeitsintensive Herausforderung wird es sein, einen belastbaren Plan für das ganze Jahr zusammenzustellen. Ziel muss es sein, für eine größtmögliche Auslastung zu sorgen. Ansonsten kann ein Kirmesstand keine Gewinne erwirtschaften. Um Plätze auf begehrten Kirmessen zu ergattern, sind ein langer Atmen und gute Argumente notwendig. Diese sollte der Businessplan als Basis idealerweise bereits bieten. Auch wenn ein Kirmesstand im letzten Jahr irgendwo stand, ist das kein Freifahrtsschein für die folgenden Jahre. Betreiber stehen immer wieder vor der Herausforderung, Plätze für einen Kirmesstand zu erkämpfen. Niemand wird zu Gründern kommen, wenn ein bestimmter Stand noch fehlt. Insofern sind die planerischen Anforderungen und die damit verbundenen Ressourcen als hoch einzustufen.
 

Wo Plätze für einen Kirmesstand finden?

Wer sich informieren und Plätze finden will, findet im Internet zahlreiche Möglichkeiten. Von grundlegender Bedeutung sind ‚Der Komet‘ und die ‚Kirmes- und Park Revue‘. Hier finden Gründer alle anstehenden Möglichkeiten und konkrete Bewerbungsfristen, um einen Kirmesstand platzieren zu können. Wer den Zuschlag für einen Kirmesstand bekommt, hängt immer von der Auswahlkommission vor Ort ab. Insofern ist nie mit 100 % Gewissheit im Vorhinein klar, ob Betreiber einen Kirmesstand im aktuellen Jahr irgendwo aufstellen werden können.

Erfolg ist eine Frage der Planung!

Für die Aufstellung eines engagierten Jahresplanes spielt auch die Logistik eine wichtige Rolle. Liegen zwei Volksfeste terminlich eng beieinander, so muss der Kirmesstand schnell von A nach B verlegt werden und dort sehr zeitnah wieder einsatzbereit sein. Wer sich insofern bei vielen Veranstaltern bewirbt, sollte vorher genau klären, welche Standorte überhaupt in terminlicher Hinsicht kompatibel sind.
 

Kunden gewinnen für einen Kirmesstand

Die Kundengewinnung wird zu großen Teilen direkt vor Ort erfolgen müssen. Zwar gilt es, in Programmen nach Möglichkeit schon Präsenz zu zeigen oder online mit einer Homepage auf sich aufmerksam zu machen. Letztlich wird sich der Kirmesstand aber unmittelbar gegen die Konkurrenz durchsetzen müssen, indem er auf Kunden eine magische Anziehungskraft ausübt. Ein attraktives Design innen und außen sollte sofort erkennen lassen, was Kunden von diesem Kirmesstand je nach Ausrichtung erwarten dürfen. Da eine Kirmes auch nach Sonnenuntergang gute Geschäfte verspricht, sollte auf eine professionelle und sehr werbewirksame Beleuchtung im Konzept Wert gelegt werden. Interessant ist übrigens der psychologische Effekt, dass eine Schlange vor einem Kirmesstand nicht abschreckend wirken muss. Das Gegenteil ist der Fall. Ein solches Bild suggeriert den meisten Menschen: Das Angebot dort muss ja wirklich gut sein, das will ich auch haben! Wer stellt sich schon an einen leeren Kirmesstand an, wenn alle umliegenden gut besucht sind?
 

Die Geschäftsbasis noch breiter aufstellen

Wie beschrieben, gleicht der Bewerbungsmarathon bei Betreibern ein wenig einer Lotterie. Wer sich nicht auf sein Glück verlassen will, kann den Kirmesstand auch auf anderem Wege vermarkten. Zu denken ist an den Bereich des Eventsmarketings, sodass der Stand auch auf Firmenfesten oder privaten Feiern (Hochzeiten) etc. gemietet werden kann. Wer einen Kirmesstand betreiben möchte, muss sich nur zu 100 % nur auf große Volksfeste etc. ausrichten.
 

Voraussetzungen, um einen Kirmesstand zu betreiben

Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Kirmesstand wechselnde Standorte aufweisen wird. Daher ist für den mobilen Geschäftsbetrieb ein Reisegewerbe bzw. eine Reisegewerbekarte zu erwirken. Welche Nachweise noch zu erbringen sind, hängt konkret vom Angebot des Kirmesstands an. Überall dort, wo frische Lebensmittel verarbeitet und angeboten werden, müssen Kenntnisse der Hygieneverordnungen bei der Gewerbeanmeldung nachgewiesen werden. Wird Alkohol verkauft, muss eine Ausschanklizenz erwirkt werden. Während Betreiber von Fahrgeschäften an strenge Sicherheitsnormen und Kontrollen gebunden sind, müssen sich Betreiber von Kirmesständen mit Lebensmitteln mit der Allergen-Verordnung auseinandersetzen. Maßgeblich ist eine EU-Norm, die strikt im Sinne der Verbrauchertransparenz umzusetzen ist. Dementsprechend müssen die 14 wichtigsten Allergene klar erkennbar bzw. am Kirmesstand einsehbar sein. Wer glücksspielähnliche Leistungen mit dem Kirmesstand anbietet, muss entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen würdigen. In jedem Fall gilt es, sich so früh wie möglich mit den Rahmenbedingungen vertraut zu machen.
 

Vertragliche Fixierung ist ein Muss

Um ein hohes Maß an Planungssicherheit zu gewährleisten, sollten alle Rechte und Pflichten sowie Details schriftlich fixiert werden. Es handelt sich im eine Art zeitlich befristetes Mietverhältnis, denn der Betreiber eines Kirmesstands erhält ja die Nutzungsrechte für einen ihm zugewiesenen Platz. Üblich ist es, dass der Veranstalter Anschlüsse für Wasser- und Strom stellen muss. Auch die Müllabfuhr ist in aller Regel im Leistungsumfang des Vertrages enthalten.

Verdienst mit einem Kirmesstand

In erster Linie hängt der Umsatz davon ab, wie viele Besucher auf einer Kirmes tatsächlich etwas kaufen. Neben dem eigenen Angebot und der Konkurrenzsituation spielt das Wetter natürlich eine entscheidende Rolle, darüber sollten sich Gründer mit Blick auf den Gewinn mit einem Kirmesstand im Klaren sein. Mehrere Tage mit starkem Regen werden schlecht für das Geschäft sein, trotzdem muss die mitunter sehr hohe Miete gezahlt werden. Daher müssen die Konditionen für jeden Platz für einen Kirmesstand genau geprüft werden: Ist es mit dem eigenen Angebot und den vorgesehenen Gewinnmargen überhaupt möglich, nennenswerte Gewinne zu erzielen? Beispielszenarien zeigen sehr schnell, wie viele Besucher am Tag nötig sind, um zumindest die Kosten zu decken. Das kann aber nicht das Ziel sein, wenn die Existenzgründung mit einem Kirmesstand in wirtschaftlicher Hinsicht ein Erfolg werden soll.
 

Die Nebenkosten steigen seit Jahren

Zu bedenken ist ferner, dass die Preise für Energie und den Einkauf von Lebensmitteln in den letzten Jahren gestiegen sind. Viele Kunden sind aber nicht bereit, große Preissteigerung hinzunehmen. Insofern sind Betreibern von Kirmesständen bei der Preisgestaltung gewisse Grenzen gesetzt. In jedem Fall muss die sonstige Kostenstruktur abgesehen von den Mietkosten für einen Platz so schlank wie möglich sein, damit die Gewinnmarge attraktive Dimensionen annehmen kann. Um einen konkreten Eindruck in Bezug auf den möglichen Verdienst mit einem Kirmesstand zu erhalten, sei darauf verwiesen, dass die Mehrzahl der Kirmesstandbetreiber Umsätze in einer Höhe zwischen 50.000 und 200.000 Euro pro Jahr macht. Generell erweisen sich gastronomische Angebote umsatzstärker als Ausspielungen. Wohl gemerkt: Davon müssen sämtliche Kosten bezahlt werden, wobei vor allem die eigentlichen Plätze stark ins Gewicht fallen. Insofern wird niemand reich mit einem Kirmesstand werden können. Ein durchdachtes Konzept kann aber durchaus für ein attraktives Einkommen mit einem Kirmesstand sorgen.
 

Zusammenfassung für die Geschäftsidee ‘selbstständig machen mit einem Kirmesstand‘

  1. Bei Kirmessen und Volksfesten handelt es sich um einen sehr bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland

  2. Von großen Volksfesten wie dem Münchener Oktoberfest geht eine weltweite Anziehungskraft aus, die exemplarisch für die Chancen dieser Geschäftsidee stehen

  3. In den letzten Jahren ist die Anzahl an Volksfesten rückläufig. Immer mehr Besucher zieht es zu großen Veranstaltungen, worunter kleine regionale Kirmessen leiden

  4. Wer einen Kirmesstand gründen möchte, muss spätestens im Businessplan Klarheit über die Ausrichtung erlangen. Als grundlegender Trend sei angemerkt, dass das gastronomische Angebot in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat

  5. Eine besondere Herausforderung für die Existenzgründung mit einem Kirmesstand wird darin liegen, sich bei möglichst vielen Veranstaltern erfolgreich um einen Platz zu bewerben. Idealerweise kann so im Vorfeld ein ganzes Geschäftsjahr möglichst ohne große Lücken geplant werden

  6. Wer einen Kirmesstand betreiben möchte, muss eine Reisegewerbekarte erwirken. Welche Nachweise und Voraussetzungen Gründer zu erbringen haben, hängt vom Leistungsspektrum und der Ausrichtung des Kirmesstands ab

  7. Der Verdienst mit einem Kirmesstand hängt im Wesentlichen von der Verkaufskraft des Konzepts und einer durchdachten Preisstrategie ab. Angesichts teils enormer Kosten für die Standmiete kann es bei manchen Kirmessen schwer werden, deutliche Gewinne nach Abzug aller Kosten zu erzielen: Jeder Standort ist also unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu prüfen!

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