Businessplan für Gastronomen (Gastronomie)

Tablett präsentiert virtuelle Würfel

Konstant steigende Umsätze von über 50 Milliarden Euro im Gaststättengewerbe und ein durchschnittlicher Umsatz von über 250.000 Euro pro Betrieb sprechen klar dafür, sich als Gastronom selbstständig zu machen. Allerdings sind Wettbewerb und Preisdruck gerade in dieser Branche je nach Standort sehr hoch (es gibt aktuell mehr als 200.000 Betriebe). Und viele kleine Betriebe sind weit vom genannten Durchschnittsumsatz entfernt. Es gibt also keine Alternative zur Ausarbeitung eines überzeugenden Businessplans, wenn geschäftlicher Erfolg gezielt gestaltet werden soll. Dabei handelt es sich nicht nur in formaler Hinsicht um einen zentralen Baustein auf dem Weg in eine erfolgreiche Selbstständigkeit als Gastronom. Existenzgründer müssen im Businessplan auch zeigen, dass sie alle persönlichen, qualifikationsbezogenen und formalen Voraussetzungen für einen solchen Gewerbebetrieb erfüllen (Nachweise, fachliche Eignung, etwaige Erlaubnispflichten etc.).
 

Lohnt sich eine Existenzgründung in der Gastronomie?

Diese Frage muss der Businessplan potenzialorientiert beantworten. In jedem Fall handelt es sich um ein wirtschaftliches Projekt, das umfangreiches kaufmännisches Wissen für eine ganzheitliche Planung erforderlich macht. Abgesehen von der Arbeit im Gastraum bzw. in der Küche werden Themen wie Buchführung, Preiskalkulation, Einkauf, Mitarbeiterführung und Qualitätsmanagement an der Tagesordnung sein. Zudem muss der Businessplan verdeutlichen, inwiefern das Restaurant für potenzielle Kunden im wahrsten Wortsinn schmackhaft gemacht werden soll.
 

Mit dem Businessplan gastronomische Erfolgspotenziale konkretisieren

Wer sich als Gastronom selbstständig machen ( https://www.selbststaendig.de/geschaeftsideen/gastronom ) möchte, muss die Geschäftsidee im Businessplan konkretisieren. Je nach eigenem Ausbildungshintergrund kann das Angebot an Speisen und Getränken stark variieren. Der Businessplan muss insofern ein ausgereiftes Konzept mit überzeugenden Alleinstellungsmerkmalen und attraktiven wirtschaftlichen Perspektiven darstellen. Hier auf selbststaendig.de finden angehende Existenzgründer viele Formen, um sich in der Gastronomie selbstständig zu machen:

Selbstständig machen mit einer Cocktailbar
https://www.selbststaendig.de/geschaeftsideen/cocktailbar

Selbstständig machen mit einem Café

https://www.selbststaendig.de/selbststaendig-machen-cafe

Selbstständig machen mit einem Food Truck

https://www.selbststaendig.de/geschaeftsideen/food-truck

Selbstständig machen mit einem Imbiss

https://www.selbststaendig.de/selbststaendig-machen-imbiss

Selbstständig machen als Koch

https://www.selbststaendig.de/geschaeftsideen/koch

Egal, für welche gastronomische Ausrichtung sich Gründer entscheiden: Im Businessplan muss Zielorientierung mit Blick auf alle relevanten Geschäftsbereiche deutlich werden. Der Gründer muss mit Fachwissen und betriebswirtschaftlichem Knowhow punkten, das sich vor allem im Finanzteil zeigen sollte. Insgesamt muss im Businessplan unmissverständlich deutlich werden, wie welche strategische Positionierung im relevanten Marktumfeld erreicht werden soll.
 

Konkretisierung in Bezug auf den ausgewählten Standort

Der Existenzgründer sollte vor der Ausarbeitung eines Businessplans für die Gastronomie einen aktuellen Überblick über das Marktgeschehen haben. Wichtig ist, Potenziale im Businessplan als Gastronom so konkret wie möglich für den Standort aufzuzeigen . Es darf nicht bei allgemeinen Marktdaten bleiben, das relevante Geschäftsumfeld muss mit belastbaren Zahlen beschrieben werden. Wie viele Konkurrenten gibt es? Wie groß ist die Kaufkraft vor Ort? Welche Ressourcen lassen sich nutzen? Welche Standortvorteile sprechen für eine nachhaltig positive Entwicklung? Ist der lokale Markt für Gastronomie im wahrsten Wortsinn schon gesättigt?


Das hängt alles vom Businessplan für Gastronomen ab

Ein gut gemachter und überzeugender Businessplan ist notwendig, um das Geschäft auf eine solide Basis zu stellen und die nicht zu leugnenden finanziellen Risiken zu minimieren. Abgesehen davon wird je nach Umfang des Geschäftsmodells darauf ankommen, Geldgeber oder Investoren zu gewinnen. Nach der Finanzkrise ist es schwieriger geworden, an Bankkredite zu gelangen. Daher ist der Businessplan als Visitenkarte noch wichtiger geworden, um alternative Finanzierungsformen zu nutzen. Und in einer derart umkämpften Branche werden Interessenten sicher einen ganz genauen Blick in die Zahlen werfen. Sorgfalt, Logik, Realitätssinn und qualitätsbewusste Zielorientierung sollten prägend für einen Businessplan in der Gastronomie sein.
 

Welche Punkte sind besonders wichtig für den Businessplan als Gastronom?

Kunden erwarten Geschmackserlebnisse! Nur so kann sichergestellt werden, dass aus einmaligen Besuchern Stammgäste werden, die idealerweise persönliche Weiterempfehlungen abgeben. Der Businessplan muss deutlich machen, inwiefern das Konzept für Qualität steht. Und vor allem: Welchen Preis bzw. welche Gewinnmargen hat diese Qualität? Üblich sind laut Branchenkennern Margen zwischen 30 und 50 %, im Imbissbereich eher nur 20 %. Einer professionellen Kostenkalkulation kommt daher mit Blick auf die Rentabilität des Gastronomiebetriebes eine Schlüsselrolle zu. Früher galt die Faustregel Einkaufspreis mal 4, um gewinnbringende Preise zu erzielen. Auch wenn deutlich mehr Arbeit dahintersteckt, sollte alle Preise einzeln kalkuliert werden. Im operativen Betrieb ist dann zu testen, welche Preise wie von Gästen angenommen werden.
 

Alleinstellungsmerkmale: Was schmeckt Gästen?

Der harte Verdrängungswettbewerb erfordert zwingend Alleinstellungsmerkmale , um nicht in Beliebigkeit mit der Masse zu schwimmen. Warum sollten Kunden gerade diesen gastronomischen Betrieb besuchen? Das Design, die Ausstattung, das Speisenangebot oder ein Eventcharakter mit Livemusik können konkrete Optionen sein, um Kunden das Angebot schmackhaft zu machen. In diesem Kontext müssen Gründer ihr Gespür für Trends zeigen, die den Nerv der Zeit treffen. Beispielsweise können vegane Speisen oder solche aus ökologischer Erzeugung für eine bestimmte Zielgruppe sehr zugkräftig sein. Auch verschiedene Ernährungskonzepte wie Low-Carb können durchaus den Mittelpunkt des Konzepts ausmachen. Neue Trends sollten genau beobachtet werden und ggf. ausgenutzt werden, sofern sie zum Konzept passen.
 

Kundenbindung für langfristige Geschäftsperspektiven

Wer sich langfristig als Gastronom etablieren will, braucht angesichts des Konkurrenzkampfes ein überzeugendes Konzept für die Kundenbindung. Der Businessplan sollte zeigen, mit welchen Mitteln Erstbesucher zu Stammgästen gemacht werden sollen . Um die Anzahl der Erstbesucher für eine hohe Auslastung zu vergrößern, muss das Marketing online und offline auf Reichweite setzen. Local SEO ist ein zeitgemäßer Marketingansatz, um in der Region Laufkunden für sich zu gewinnen.
 

Marketing, Qualität & Image: Das Internet ist allgegenwärtig

Wer zum ersten Mal ein unbekanntes Restaurant besucht, wird sich nicht selten im Internet informieren wollen. Negative Kritiken können daher sehr schnell zu einer Gefahr werden. An dieser Stelle zeigt sich, warum Qualität ein sehr entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Geschäftsmodell ist. Das, was ist Internet über den Betrieb geschrieben wird, darf nie ungelesen und ggf. unkommentiert bleiben.
 

Vorlage nutzen für Businessplan in Gastronomie: Ja, aber…

Für das Gastronomiegewerbe sind zahlreiche Vorlagen für einen Businessplan nutzbar, wobei es für die oben angesprochenen Beispiele sehr konkrete Formen gibt. Unerfahrene Gründer können mit dieser Hilfe die erwartete Form wahren und sich inhaltliche Inspiration einholen. Durch die Nutzung einer Vorlage ist sichergestellt, dass alle Inhalte in einer angemessenen Form dargestellt werden. Insgesamt aber gilt es, eine Vorlage für einen Businessplan in der Gastronomie zu konkretisieren bzw. individualisieren. Die eigene Handschrift muss deutlich werden! Das betrifft nicht nur Zahlen und Szenarien, sondern auch die Persönlichkeit des Gründers. Gerade bei der Marketing- und Vertriebsstrategie darf es nicht bei allgemeinem Floskeln bleiben. Gleiches gilt für den Finanzplan für die ersten Geschäftsjahre, der mit möglichst nachvollziehbar hergeleiteten Zahlen zu füllen ist.
 

Zusammenfassung zum Businessplan für Gastronomen: Das muss drinstehen!

  1. Das Gastronomiegewerbe ist umsatzstark, aber auch von enormer Konkurrenz samt Preisdruck gekennzeichnet: Es führt daher kein Weg daran vorbei, das eigene Geschäftsmodell mit dem Businessplan in allen Bereichen strategisch klug am Markt zu platzieren

  2. Um potenziellen Kunden das eigene Angebot schmackhaft zu machen, müssen Gründer im Businessplan zugkräftige Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten

  3. In einem hart umkämpften Gewerbe wie der Gastronomie ist die Kundenbindung ein Schlüsselfaktor: Entsprechend wirksame Maßnahmen sind im Businessplan herauszuarbeiten

  4. Qualität und Image sind wichtig, um sich dauerhaft am Markt zu behaupten: Der Businessplan für einen Gastronomiebetrieb muss zeigen, mit welchen Maßnahmen das Image positiv beeinflusst werden kann

  5. Vorlagen für einen Businessplan liefern nützliche Hilfestellungen, um Inhalte auch ohne Erfahrungen in einer überzeugenden Form darstellen zu können. Die individuelle Handschrift des Gründers (Alleinstellungsmerkmale des Gastronomiekonzepts) muss aber klar erkennbar sein!

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