Businessplan für Hausmeister – diese Punkte sind wichtig

Wer sich als Hausmeister bzw. mit einem Hausmeisterservice selbstständig machen will, darf angesichts der Konkurrenz vielerorts bei der Planung kein Detail dem Zufall überlassen. Darüber hinaus muss besonders die finanzielle Tragfähigkeit für die kommenden Monate und Jahre exakt geplant werden, um zu jeder Zeit handlungsfähig zu sein.
 

Das Wichtigste vorab: Businessplan für Hausmeister

Der Businessplan ist der richtige Ort, um alle Planungserfordernisse in kompakter Form erfüllen zu können. Existenzgründer geben damit einen verbindlichen Fahrplanung für die Umsetzung dieser Geschäftsidee vor. Mehr noch: Für die Vermarktung der eigenen Geschäftsidee als selbstständiger Hausmeister ist ein Businessplan unverzichtbar, um Banken und andere Investoren zu überzeugen. Denn nur wenn das der Fall ist, werden sie sich mit Krediten oder anderen finanziellen Mitteln an der Geschäftsidee beteiligen. Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass ein Businessplan für einen Hausmeister(service) keine Fragen offenlassen darf. Ganz im Gegenteil: Der Gründer muss zeigen, dass er mit Fachwissen und kaufmännischem Knowhow sein Unternehmen am Markt strategisch klug platziert. Das individuelle Geschäftskonzept muss Kunden überzeugende Mehrwerte bieten. Insbesondere muss deutlich werden, inwiefern sich dieser Hausmeister von der Konkurrenz abhebt bzw. warum Kunden gerade diesem Geschäftsmodell ihr Vertrauen aussprechen sollten.

Rein formal muss ein professioneller Businessplan sehr übersichtlich und kompakt sein. Eine genaue Seitenanzahl gibt es nicht, die Länge hängt natürlich auch von der Komplexität des Geschäftsmodells ab. Ganz klar ist aber: Potenzielle Investoren wollen sich schnell einen aussagekräftigen Überblick verschaffen. Insofern wird niemand eine wissenschaftliche Ausarbeitung mit mehr als 100 Seiten lesen wollen. Vielmehr gilt es, die Sachverhalte zielfokussiert auf den Punkt zu bringen und mit Grafiken, Tabellen und Kalkulationen für auflockernde Elemente zu sorgen, die auf den ersten Blick viel aussagen.
 

Businessplan für Hausmeister: wichtige Themen für die Existenzgründung

  • Inhalte und Struktur

  • wichtige inhaltliche Elemente

  • Alleinstellungsmerkmale: Woran ist die Einzigartigkeit erkennbar?

  • Stimmen die Zahlen? Überzeugender Finanzteil!

  • Diese Fehler bei einem Businessplan für Hausmeister vermeiden
     

Businessplan für Hausmeister(service): grundlegende Struktur/Inhalte

Am Anfang steht üblicherweise das Management Summary, in dem die wichtigen Aspekte und Potenziale auf den Punkt gebracht werden. Idealerweise wird hier schon das Interesse potenzieller Geldgeber oder auch Geschäftspartner geweckt. In der Einleitung sollte der Gründer die Initiative ergreifen und sich, seine relevanten Berufserfahrungen sowie Qualifikationen vorstellen.

Generell folgt ein Businessplan unabhängig von der Branche einer festen Struktur. Diese sollte eingehalten werden, um die Form zu wahren und Leser nicht sofort zu verwirren. Viele Investoren lesen jeden Tag Businesspläne, sodass eine diffuse Form sofort mit der Erwartungshaltung aneinanderstoßen würde. Das macht keinen guten Eindruck, es sein denn, es handelt sich um eine äußerst kreative Geschäftsidee. Bei einem Hausmeister wird es aber eher um Struktur und Zuverlässigkeit gehen. Genau das muss sich an Struktur und Inhalten des Businessplans ablesen lassen können!
 

Diese Themen gehören in den Businessplan für Hausmeister:

  1. Vorstellung des Unternehmens (Organisation, Profil des Geschäftsmodells, Standort, Personal, Gründerteam etc.)

  2. Produkte, Dienstleistungen und Kundennutzen (bei einem Hausmeister wird es auf ein hohes Maß an Serviceorientierung ankommen) => Inwiefern ist der Hausmeisterservice der Konkurrenz überlegen?

  3. Markt-, Wettbewerbs- und Risikoanalyse => strategische Positionierung des eigenen Geschäftsmodells (Wie können Chancen genutzt und Gefahren abgewendet werden?)

  4. Marketing und Vertrieb: Wie werden Kunden/Aufträge gewonnen?

  5. Finanzplanung: Dieser Teil hat ein sehr großes Gewicht, er muss überzeugen!

  6. Fazit (ggf. mit konkretem Fahrplan für die Umsetzung wichtiger Schritte)

     

Auf diese Punkte kommt es für eine hohe Überzeugungskraft an!

  • Der Kern der Geschäftsidee

Die Idee, sich als Hausmeister selbstständig zu machen, ist nicht neu. Daher darf der Businessplan nicht den Eindruck erwecken, es handele sich um ein beliebiges und austauschbares Geschäftsmodell. Einzigartigkeit kann z.B. durch den Qualifikationshintergrund des Gründers betont werden. Er kann z.B. seine Beweggründe für den Weg in die Selbstständigkeit erörtern und auf eine vorhandene Nachfrage hinweisen („Immer wieder wurde ich gefragt, ob ich nicht regelmäßig Arbeiten vornehmen könnte…“). Auch das Leistungsspektrum kann sich je nach Zielgruppe und Standort deutlich von der Konkurrenz abheben. Ein ganzheitliches Leistungsspektrum macht den Hausmeisterservice für viele Kunden interessant und es lässt sich auf der Gegenseite eine breite Einnahmebasis nutzen. Letztlich muss die Flexibilität deutlich werden, denn in diesem Punkt unterscheidet sich ein selbstständiger Hausmeister deutlich von einem Angestellten. Dieser muss immer bezahlt werden, selbst wenn momentan keine Arbeiten anliegen. Natürlich muss auch die Zielgruppe klar umrissen werden, da hieraus das Leistungsspektrum abgeleitet wird.
 

  • Nutzenorientierte Argumentation aus Kundensicht

Die beste Struktur und die vermeintlich genialsten Inhalte eines Businessplans sind letztlich wertlos, wenn sie an Kunden und deren konkreten Bedürfnissen vorbeigehen. Insofern ist schon bei der Planung des Geschäftsmodells zu fragen, welche konkreten Bedürfnisse Kunden im Umkreis haben? Was wird von der Konkurrenz schon abgedeckt, was nicht? Und wenn doch: Was lässt sich besser organisieren, um Kunden einen Wechsel schmackhaft zu machen? Eine schnelle Einsatzbereitschaft, ein zuverlässiger Winterdienst und ein Notfalldienst können aus Kundensicht z.B. wichtige Mehrwerte darstellen. Wer will schon lange warten, wenn im Haus oder in der Gartenanlage etwas repariert werden muss?
 

  • Unternehmens- und Qualitätsziele selbstbewusst formulieren

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, sollte das Unternehmen ein greifbares Profil erhalten. Welche Qualitäts- und Serviceziele sollen für den Hausmeisterservice gelten? Wie sollen diese gegenüber Kunden selbstbewusst vermarktet werden? Welche langfristigen Wachstumsziele sollen mit welchen Mitteln erreicht werden? Hintergrund dieser Frage ist, dass potenzielle Investoren vor allem an der langfristigen Profitabilität einer Geschäftsidee interessiert sind. Ein wichtiger Punkt im Businessplan für Hausmeister besteht darin, Maßnahmen für die Kundenbindung offenzulegen. Denn wer dauerhaft mit Kunden zusammenarbeitet, wird eine hohe Grundauslastung nutzen und durch Weiterempfehlungen neue Kunden hinzugewinnen können.
 

  • Realistische Markteinschätzung anhand überprüfbarer Fakten

Von grundlegender Bedeutung ist, dass ein selbstständiger Hausmeister vom Markt her gesehen eine Berechtigung am Standort hat. Natürlich kann man immer sagen, dass Hausmeisterdienstleistungen gebraucht werden. Wenn in einem Umkreis von 10 Kilometern aber schon 20 Konkurrenten vorhanden sind, erscheint die Basis des Geschäftsmodells sehr fragil. Bei der Standort- und Wettbewerbsanalyse sollten aktuelle und aussagekräftige Marktdaten samt Quelle herangezogen werden. So können sich Investoren und vor allem Gründer selbst ein realistisches Bild von den Chancen für die Geschäftsidee machen. Es reicht auf jeden Fall nicht, nur auf eine kurze Google Suche hinzuweisen und die Anzahl der Treffer zu nennen. Weitaus aussagekräftiger sind etwa Datenbanken der Industrie- und Handwerkskammer oder relevante statistische Daten.
 

Praxistipps: Diese Fehler gilt es im Businessplan zu vermeiden

  • Formale Fehler: zu lange Ausschweifungen, inhaltliche oder grammatikalische Fehler oder das Missachten der generellen Grundstruktur eines Businessplans werfen kein gutes Licht auf den Gründer.

  • Der erste Eindruck ist entscheidend! Daher muss das einleitende Management Summary eine fesselnde Zusammenfassung der Geschäftsidee beinhalten.

  • Viel Text, wenig Inhalt: Wenn Existenzgründer sich nicht mit der Geschäftsidee und dem Zielmarkt eingehend im Zuge einer Analyse befassen, wird man das dem Businessplan nach wenigen Seiten anmerken. Auf das Engagement und Fachwissen des Existenzgründers wird in einem solchen Fall ein fragwürdiges Licht geworfen.

  • Falsche oder unzureichende Markteinschätzung: Ohne Käufer bzw. eine vorhandene Nachfrage ist eine Geschäftsidee nichts wert! Wer sich als Hausmeister selbstständig macht, muss in der Umgebung viele Objekte betreuen können.

  • Unrealistische oder falsche Finanzplanung: Natürlich handelt es sich nur um Schätzungen! Diese müssen sich aber plausibel ableiten bzw. im Gesamtkonzept erklären lassen können. Wer Ausgaben verschweigt und Einnahmen künstlich hochrechnet, wird sich selbst damit schaden.

  • Fehlende Kundenorientierung: Eine Geschäftsidee kann nur erfolgreich sein, wenn konkrete Probleme von Kunden in effizienter Weise gelöst werden. Inhalt des Leistungsspektrums darf nicht das sein, was der Gründer selbst für ein Nonplusultra hält.

  • Selbstüberschätzung & Betriebsblindheit: In der Euphorie des Aufbruchs in die Chance der Selbstständigkeit vergessen nicht wenige Gründer, dass es für dauerhaften Erfolg am Markt belastbare Fähigkeiten braucht. Gute Qualität ist unverzichtbar, um Kunden zu gewinnen respektive dauerhaft zu binden. Um der Betriebsblindheit zu entgehen, sollte ein fertiger Businessplan mindestens von einer fachlich versierten Person gegengelesen werden.

  • Auf dem Papier überzeugend, bei der Präsentation nicht: Gründer werden insbesondere bei Banken ihr Geschäft präsentieren müssen, um an Kapital zu gelangen. Wer nicht überzeugend auftritt, wird es schwer haben. Schließlich muss es auch im Geschäftsbetrieb das Ziel sein, Kunden oder Geschäftspartner von sich zu überzeugen.

  • Missachtung von Formalitäten/gesetzlichen Regelungen: Es liegt in der Natur der Planung, dass sich Existenzgründer auch mit formalen Dingen und Behördengängen (z.B. Gewerbeanmeldung, steuerliche Erfassung, Erlaubnis- und Nachweispflichten etc.) auseinandersetzen müssen. Nicht erst nachdem der ‚fertige‘ Businessplan präsentiert wird, sollte an den formalen Startvoraussetzungen gearbeitet werden. Verzögerungen sind teuer und werfen kein gutes Licht auf die unternehmerische Professionalität.
     

Finanzplanung im Businessplan für Hausmeister: das Herzstück

Wer als Hausmeister mit einem Businessplan überzeugen will, muss dies vor allem mit dem Finanzteil sicherstellen. Es kann sein, dass sich die ersten Themen wunderbar lesen. Werden dann aber Zahlen präsentiert, die eine andere Sprache sprechen, so wird der Businessplan niemanden überzeugen. Ein hoher Realitätssinn wird sich auch für Existenzgründer selbst auszahlen, denn falsche Annahmen zu den Finanzen oder eine bewusste Schönfärberei können sehr schnell in die Pleite führen. Letztlich müssen Gründer in diesem Teil zeigen, dass sie neben ihrem Handwerk auch die Betriebsführung verstehen und alle Zahlen immer fest im Blick haben. Im Finanzteil eines Businessplans für Hausmeister dürfen folgende Punkte nicht fehlen (in der Regel sind Planungen für drei Geschäftsjahre üblich):

  • übergeordneter Finanzierungsplan (alle finanziellen Mittel [Einnahmen und Ausgaben] sind ganzheitlich zu erfassen)

  • Kapitalbedarfsplan

  • Vorschau zur Rentabilität

  • Preiskalkulation: konkurrenzfähige Preise für Dienstleistungen müssen entsprechend mit hohen Margen kalkuliert werden)

  • Liquiditätsplanung

Auch wenn ‚rote‘ Zahlen in der Anfangsphase nichts Außergewöhnliches sind, so sollte in den ersten Geschäftsjahren eine positive Entwicklung erkennbar sein. Daher macht es Sinn, für drei Jahre zu planen. Ein isoliertes Geschäftsjahr ist für sich genommen wenig aussagekräftig. Lässt schon die Planung mit realistischen Zahlen nichts Gutes erkennen, dann muss die Geschäftsidee in der Startphase hinterfragt bzw. strategisch neu justiert werden.
 

Tipp: Vorlage für Businessplan als Hausmeister nutzen

Unerfahrene Existenzgründer fühlen sich angesichts der Erfordernisse für eine professionellen Businessplan schnell überfordert. Wer wissen will, welche Punkte in einen Businessplan für einen Hausmeisterservice unbedingt in welcher Form hineingehören, kann eine Vorlage nutzen. Schließlich muss es das Motto sein, ein überzeugendes ‚Drehbuch‘ für den angestrebten geschäftlichen Erfolg zu schreiben. Wichtige Inhalte und die Grundstruktur sind so vorgegeben. Enthaltene Formulierungen lassen sich durch branchenspezifische Vorlagen zielfokussiert individualisieren und durch Excel-Tabellen lassen sich Zahlen in aussagekräftiger Form einbinden (Tabellen oder Grafiken).


Zusammenfassung zum Businessplan für Hausmeister: Diese Punkte sind wichtig!

  • Die Ausarbeitung eines Businessplans ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Existenzgründung. Ohne Plan vom Business wird sich kein dauerhafter Erfolg einstellen und finanzielle Mittel können ohne eine solche Visitenkarte nur schwer gewonnen werden

  • Bei der Erstellung des Businessplans ist zu beachten, dass sich eine gewisse Norm herausgebildet hat. Durch die Nutzung von Vorlagen wird sichergestellt, dass alle Inhalte in der erwarteten Form präsentiert werden

  • Diese Punkte sind in einem Businessplan für Hausmeister besonders wichtig: Fokus auf Alleinstellungsmerkmale und Kundennutzen (Was kann dieser Hausmeisterservice besser als die unmittelbare Konkurrenz?)/Durchführung einer ganzheitlichen Markt- und Wettbewerbsanalyse, um die Existenzgründung als Hausmeister wirtschaftlich auf eine solide Basis zu stellen)

  • Dem Finanzteil kommt eine besondere Bedeutung zu, da potenzielle Investoren sehr genau auf die Zahlen schauen. Schließlich werden sie nur investieren, wenn der Businessplan eine überzeugende Rentabilität erkennen lässt

  • Die oben genannten Fehler bei einem Businessplan sollten vermieden werden, um die Planung nicht ganz schnell zunichte zu machen.

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