Selbstständig machen mit Brautmode

Anprobe Brautkleid im Brautmodengeschäft

Wer Ja zur Selbstständigkeit sagen will und sich ‚traut‘, kann hier mit einer zeitlosen Geschäftsidee bei sorgfältiger Planung auftrumpfen: selbstständig machen mit Brautmoden. Doch was ist bei einer Existenzgründung im Brautmodenbereich zu beachten? Welche Faktoren sind bei der Geschäftsplanung und –ausrichtung entscheidend, um sich erfolgreich selbstständig mit Brautmoden zu machen? Welche Herausforderungen sollten angehende Gründer in dieser Branche von Beginn an auf der Rechnung haben?
 

Dieser Beitrag stellt in kompakter Übersichtlichkeit praxisrelevante Handlungsfelder für die Existenzgründung mit einem Brautmodengeschäft vor:

  • Analyse der Ausgangslage: Wie selbstständig machen mit Brautmode?

  • Voraussetzungen: Was sollten Existenzgründer mitbringen?

  • Wie Brautmodengeschäft eröffnen: Wichtigkeit von Standortanalyse, Service & Warenpräsentation

  • Prüfung von Geschäftsoptionen/strategischen Alternativen

  • Verdienst mit eigenem Brautmodengeschäft?


Diese Fehler sollten Gründer im Brautmodengeschäft von Beginn an nicht begehen!

Bekannte TV-Formate, die sich um die Welt von Hochzeitskleidern mit mehr oder wenigen Tüll drehen, gaukeln oft eine zu einfache Version der geschäftlichen Realität vor. Auch wenn das Schöne und vermeintlich endlos ausreizbare Budgets für Hochzeitskleider im Fokus stehen, handelt es sich um eine hart umkämpfte Branche. Durch die wachsende Zahl an Brautmodengeschäften in den letzten Jahren ist eine fundierte Standort- und Konkurrenzanalyse wichtiger denn je, um sich mit seinem Angebot und einem möglichst profitablen Geschäftsmodell langfristig am Markt zu platzieren. Die Existenzgründung ist mit zahlreichen Unsicherheiten verbunden. Es gibt keine Garantie dafür, dass nach zig Terminen zur Anprobe auch tatsächlich ein Kleid gewinnbringend verkauft ist. Ein einzigartiges Angebot, ein handwerklich überzeugender Service und ein ansprechendes Ambiente sind wichtige Voraussetzungen, um Bräute auf dem Weg zum wichtigsten Tag im Leben zu begleiten.
 

Voraussetzungen, um sich mit Brautmode selbstständig zu machen:

Auch wenn keine konkrete fachliche Qualifikation für die Selbstständigkeit mit einem Brautmodengeschäft erforderlich ist, so sollten angehende Existenzgründer in diesem Bereich Unternehmergeist, finanzielles (Verhandlungs)geschick sowie ein ausgeprägtes Gespür für Trends mitbringen. Idealerweise konnten jahrelange Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt werden, was insbesondere auch die Fähigkeiten zur gewinnorientierten Geschäftsführung betrifft. Sehr zu empfehlen sind eine Schneiderausbildung oder ein Studium im Textil-/Designbereich, um sich von der Konkurrenz mit Qualität und textilem Können in jeder Hinsicht abzugrenzen.
 

Brautmodengeschäft eröffnen: Diese Voraussetzungen sind zu erfüllen

Wer sich mit Brautmode selbstständig machen möchte, muss vor der Geschäftseröffnung ein Gewerbe anmelden. Damit begründet sich auch die Pflicht, Gewerbesteuer abzuführen und den Pflichten der Buchführung je nach Geschäftsumfang/Rechtsform nachzukommen. Was die Räumlichkeiten angeht, so ist ggf. frühzeitig eine Nutzungsänderung zu beantragen. Gleiches gilt, falls Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. Im Geschäftsbetrieb müssen die gesetzlichen Öffnungszeiten im jeweiligen Bundesland beachtet werden. In Abhängigkeit von der Größe der Geschäftsräume können Parkplätze für Kunden und sanitäre Einrichtungen ebenfalls verpflichtend sein. In der Regel wird es so sein, dass im Zuge der Gewerbeanmeldung schon nähere Angaben zu den Räumlichkeiten zu machen sind. Eine Erlaubnispflicht bzw. spezifische Qualifikation wird für die Selbstständigkeit mit Brautmoden nicht verlangt. Daher steht diese Geschäftsidee prinzipiell auch Quereinsteigern offen.


Ausgangslage: Warum selbstständig machen mit Brautmode?

Geheiratet wird immer! Es handelt sich um ein klassisches Betätigungsfeld, das eine kalkulierbare Einnahmebasis in Aussicht stellt. Doch Vorsicht: Die Heiratswilligkeit ist regional unterschiedlich stark ausgeprägt, sodass sich durchaus ein Blick auf offizielle Zahlen lohnt. Zudem ist für den gewählten Umkreis die Kaufkraft anhand offizieller Zahlen zu analysieren. Letztlich muss die vorhandene Kaufkraft zur gewählten Preisstrategie passen. Es macht wenig Sinn, an einem Standort mit wenig Kaufkraft ein Luxuslabel für Brautmode hochzuziehen.
 

Diese Geschäftsidee ist trotz Heiratswilligkeit kein Selbstläufer

Insgesamt ist die Ausgangslage in den letzten Jahren durch die wachsende Konkurrenz aus China und die Tatsache, dass immer mehr große Modeketten Brautkleider anbieten, schwieriger geworden – darüber sollte Klarheit herrschen! Dennoch zeigen Erhebungen, dass fast zwei von drei Bräuten ihr Brautkleid trotz wachsender Konkurrenz weiterhin in einem Fachgeschäft kaufen würden.
 

Kein ‚Ja‘ zum Brautmodengeschäft ohne Standort- und Konkurrenzanalyse!

Der Standort hat abgesehen von der Konkurrenzsituation im Falle der Eröffnung eines Brautmodengeschäfts aber noch eine weitere, praktische Bedeutung: Die Räumlichkeiten müssen gut erreichbar sein und von der Größe so ansprechend sein, dass eine aktuelle Kollektion wirkungsvoll präsentiert werden kann. Von der wirtschaftlichen Seite her muss bei der Standortanalyse die Konkurrenzsituation unbedingt berücksichtigt werden. Gibt es überhaupt noch eine Nachfrage für Brautmode in einem definierten Umkreis? Und wenn ja: Inwiefern kann sich das eigene Angebot deutlich von der Konkurrenz abheben? Es macht wenig Sinn, in einem Umkreis von wenigen Kilometern das x-te Brautmodengeschäft zu eröffnen.
 

Was der Traum vom Heiraten aus Kundensicht erfordert…

Nicht zu vergessen ist, dass der Kauf eines Brautkleides ein emotionales und einmaliges Erlebnis ist/sein soll. Insofern sollte von den Räumlichkeiten und der Inneneinrichtung her alles dafür getan werden, dass sich Kundinnen angesichts einer wirkungsvollen Warenpräsentation rundum wohlfühlen. Letztlich wird dieser Wohlfühlfaktor mit kaufentscheidend sein. Die Brautmode sollte übersichtlich präsentiert und gut beleuchtet sein. Neben bequemen und großzügigen Umkleidemöglichkeiten sollte die Braut die Chance haben, ihr Kleid in einem großen Spiegel von allen Seiten zu begutachten. Und auch die Begleitung möchte es sich gemütlich machen und wohlfühlen (schließlich spielt auch deren Urteil für die Kaufentscheidung nicht selten eine große Rolle).

Insofern sind all diese Aspekte ganzheitlich bei der Planung und Gestaltung des Innenraumes zu bedenken. Auch wenn im Businessplan Zahlen und Fakten dominieren, so sollte die emotionale Seite der Verkaufstätigkeiten gerade in diesem Bereich nicht zu kurz kommen. Letztlich handelt es sich aus Kundensicht um weit mehr als nur ein Stück Stoff. Hierin liegt die unternehmerische Chance, attraktive Gewinnmargen zu erzielen, da Budgetgrenzen schnell für den Traum in weiß aufgegeben werden.
 

Was der Businessplan für ein Brautmodengeschäft zeigen muss

Es gilt, dem eigenen Geschäft ein attraktives Profil zu verleihen, dem Kundinnen bzw. besser gesagt Heiratswillige nicht widerstehen können. Im Businessplan muss die Geschäftsidee konkrete und vor allem gewinnorientierte Züge annehmen. Denn nur so werden sich Investoren gewinnen lassen. Es muss klar sein, welches Design das Brautmodengeschäft im Innen- und Außenbereich unverkennbar machen soll. Ganz in dieser Hinsicht ist ein origineller Name mit hohem Wiedererkennungswert zu finden. Und dann ist natürlich als Kern der unternehmerischen Tätigkeit zu überlegen, welche Kleider bzw. Brautmoden zu welchem Preisgefüge bzw. zu welchen Margen verkauft werden sollen. Und woher sollen die Brautmoden bezogen werden? Hier wird klar, dass fundierte Marktkenntnisse und textiles Fachwissen unverzichtbar sind, um ein profitables Geschäftsmodell im Brautmodenbereich hochzuziehen.
 

Den Geschäftsfokus von Beginn an ausrichten

Wie selbstständig machen mit Brautmode? Was den strategischen Fokus der Geschäftsausrichtung angeht, so sollte Klarheit darüber herrschen, welche Geschmäcker angesprochen werden. Soll es sich um ein breites Spektrum für eine möglichst große Zielgruppe handeln oder eher ein kleines, das eine exklusive Zielgruppe anspricht und eine Strategie mit höheren Verkaufspreisen erlaubt? Soll sich das Brautmodengeschäft insofern aus der Masse hervorheben oder als klassische Anlaufstelle für jeden Geschmack etwas von der Stange bieten? Wer die hier einleitend aufgeworfenen Fragen im Businessplan stimmig beantworten kann, kommt einer vielversprechenden Eröffnung schon einen Schritt näher. Mit Blick auf die vorzunehmende Planung ist zu beachten, dass natürlich der Standort immer hinzugezogen werden muss. Denn letztlich muss für die gewählte Ausrichtung eine Nachfrage vorhanden sein. Ansonsten wird die Selbstständigkeit mit Brautmoden von Beginn an auf keine nachhaltige Wachstumsbasis gestellt.
 

Ein überzeugender Businessplan muss Ordnung in die Finanzen bringen!

Bei einer Existenzgründung ist es üblich, dass die ersten beiden Jahre finanziell heikel sind. Umso wichtiger erscheint eine minutiöse Rechnung im Businessplan. Oft ist es auch so, dass das Brautmodengeschäft in den ersten Wochen keine Gewinne abwirft. Zu bedenken ist, dass das Geschäft erst anlaufen muss. Stammkunden wird es bei diesem Geschäftsmodell nicht geben, sodass persönlichen Weiterempfehlungen eine große Bedeutung zukommen wird. Auch hier wird deutlich, dass alles dafür getan werden sollte, um Kundinnen ein angenehmes Erlebnis mit professioneller Beratung zu eröffnen.
 

Selbstständig machen mit Brautmoden: saisonale Schwankungen

Mit Blick auf die Kosten und Einnahmesituation ist ferner zu bedenken, dass eine selbstständige Tätigkeit mit Brautmoden saisonalen Schwankungen unterliegen kann. Tendenziell wird in den warmen Sommermonaten öfter geheiratet. Insofern sollten für den umsatzschwächeren Winter Rücklagen gebildet werden. Neben Kosten für Miete, etwaiges Personal, Energie und vorgesehene Umbauarbeiten schlägt vor allem die Ladeneinrichtung oft große Löcher ins Budget. Wer sich selbstständig mit Brautmode machen möchte, muss vor der Eröffnung des Geschäfts in Vorkasse gehen, schließlich erwarten Kundinnen eine breit gefächerte Auswahl. Angesichts dessen werden die ersten Monate der Geschäftstätigkeit auch dazu dienen müssen, erforderliche Investitionen wieder hereinzubekommen. In den meisten Fällen wird das Eigenkapital bei der Existenzgründung mit Brautmode nicht ausreichen, sodass ein überzeugender Businessplan notwendig für die Gewinnung von Krediten etc. ist. Ein in dieser Branche erfahrungsgemäß teurer Warenbestand sollte mit einer leistungsstarken Inventarversicherung abgesichert werden, um finanzielle (Ausfall)risiken zu minimieren.
 

Alternative Geschäftsmodelle prüfen: Auch das kann zur Brautmode passen

Strategische Flexibilität ist angesichts kurzlebiger Trends auch im Brautmodenbereich gefragt. Idealerweise sollte sie daher schon im Businessplan angelegt sein. In jedem Falle ist der Businessplan selber nicht als starres Konstrukt zu beachten. Insofern sind Anpassungen der Geschäftsausrichtung notwendig, wenn sich getroffene Annahmen als falsch erweisen. Im Folgenden werden kurz einige Optionen skizziert, die die Selbstständigkeit mit Brautmoden in eine bestimmte Richtung lenken können. Zudem können die skizzierten Ideen dazu beitragen, die Einnahmebasis dauerhaft zu erhöhen und erwähnte saisonale Schwankungen im Geschäftsbetrieb abzufedern.
 

Selbstständig machen mit Brautmode und Franchise?

Wer sofort auf ein funktionierendes Geschäftsmodell zurückgreifen will, kann Franchiseoptionen in diesem Bereich prüfen. Allerdings haben Franchiseverträge in vielfacher Hinsicht einen hohen Preis: Abgesehen von hohen Startgebühren und Umsatzbeteiligungen geben Existenzgründer auch ihre Handlungsspielräume und Entscheidungsfreiheiten in fremde Hände. Diese Aspekte sind persönlich zu gewichten.
 

Vertriebswege für Brautmode und weitere Geschäftsfelder im Businessplan prüfen

Abgesehen von einem stationären Brautmodengeschäft besteht auch die Möglichkeit, die Zielgruppe über den Onlinehandel deutschlandweit auszuweiten. Zu überlegen wäre dann aber, wie die teuren Kleider versichert werden können und wie Retouren abgewickelt werden. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Online- bzw. Multichannel-Strategien in der Zukunft des Brautmodengeschäfts (https://de.fashionnetwork.com/news/Eur-68-milliarden-umsatzpotenzial-fur-brautmode,979097.html) eine größere Rolle spielen werden. Das liegt einfach daran, dass die zukünftige Kundschaft als Digital Natives aufgewachsen sein wird. Viele suchen online bereits nach dem persönlichen Traumkleid und kommen mit diesem Bild dann in ein Brautmodenfachgeschäft. Daher ist ein reichweitenstarker und somit suchmaschinenoptimierter Internetauftritt unverzichtbar, um die eigene Kollektion zeitgemäß zu vermarkten und auch die eigene Expertise für das perfekte Brautkleid visuell eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.
 

Brautkleider vermieten, um für eine größere Zielgruppe interessant zu werden?

Auch wenn es etwas Besonderes ist, so bleibt das Brautkleid nach dem großen Tag meistens ungenutzt im Schrank hängen. Insofern steigt die Nachfrage nach einer Vermietung von Brautkleidern. Auf diesem Wege können sich Kundinnen auch einen Designerluxus erlauben, der ansonsten das Budget sprengen würde. Wer eine solche Option plant, sollte Klarheit über Preise, den Ablauf und konkrete Vertragsbedingungen erlangen.
 

Gebrauchte Brautkleider verkaufen?

In Anlehnung an die gerade geschilderte Möglichkeit gibt es auch eine Nachfrage für gebrauchte Brautkleider. Wer diese Idee mit in den Businessplan aufnehmen möchte, muss erklären können, woher, in welcher Qualität und vor allem zu welchen Margen gebrauchte Brautkleider verkauft werden sollen.
 

Auch Mode für ihn verkaufen?

Natürlich kann es je nach Standort Sinn machen, die Kollektion auszuweiten und auch Mode für den Bräutigam anzubieten. In diesem Falle müsste aber geklärt werden, ob dafür am gewählten Standort tatsächlich eine Nachfrage besteht. Was das Angebotsspektrum insgesamt angeht, so kann überlegt werden, auch Accessoires (festlicher Schmuck) oder weitere Bekleidungsstücke wie Schuhe zu verkaufen.
 

Weitere Serviceleistungen als Mehrwert?

Heiraten ist ein einmaliges Erlebnis, daher lieben es nicht wenige Kundinnen exklusiv. Zu überlegen ist, wie dieser Exklusivität servicetechnisch entgegengekommen werden kann. Zu denken wäre an einen Service am Hochzeitstag, an dem die Braut im Mittelpunkt steht und professionell angekleidet wird. Wer eine Schneiderausbildung mitbringt und ein eigenes Atelier betreibt, kann Kundinnen einen handwerklich ansprechenden Service für das perfekte Brautkleider aus einer Hand bieten. Dieser Service kann und darf dann seinen gerechtfertigten Preis haben!
 

Kleider von der Stange oder eigene Designs entwerfen?

In Bezug auf die angesprochene Exklusivität kann es Sinn machen, bei vorhandenem Talent eigene Hochzeitskleider zu entwerfen. Diese würden zwar eine kleinere Zielgruppe ansprechen, aber höhere Preise und auch Gewinnmargen ermöglichen. Insofern ist zu prüfen, inwiefern diese Geschäftsidee am gewählten Standort vielversprechend ist.
 

Wie Kunden gewinnen für ein Brautmodengeschäft?

Marketing und Kundengewinnung funktionieren heutzutage abgesehen von persönlichen Empfehlungen vor allem durch optimierte Internetseiten und Aktivitäten auf Social Media Kanälen. Insofern ist eine suchmaschinenoptimierte Homepage unverzichtbar, um Präsenz zu zeigen und schon einen virtuell Einblick in die aktuelle Kollektion an Brautmode zu gewähren. Gerade auf Instagram kann mit hochwertigen Fotos reichweitenstark sowie medienwirksam eine designbewusste Zielgruppe voller Heiratswilliger angesprochen und idealerweise zu einem Besuch bewegt werden.
 

Die Braut, die nicht kauft: Gebühr für Fachberatung verlangen?

Im Idealfall bleibt es nicht beim angesprochenen Besuch, sondern Kundinnen kaufen ihr favorisiertes Hochzeitskleid. Wer sich selbstständig mit Brautmode machen möchte, lebt vom Verkauf. Es kommt aber nicht selten vor, dass keine wirkliche Kaufabsicht besteht. Sofern im Umkreis Konkurrenz vorhanden ist, wird gerne das gesamte Angebot begutachtet. Einige Brautmodengeschäfte sind dazu übergegangen, für die Fachberatung eine Gebühr zu erheben. Diese entfällt, wenn jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich ein Brautkleid gekauft wird. Letztlich müssen Existenzgründer in ihrer Rolle als Geschäftsführer selber entscheiden, ob dieser Weg eine Option ist.
 

Verdienst mit eigenem Brautmodengeschäft?

Wie viel Gewinn ein Brautmodegeschäft abwerfen kann, sollte im Finanzteil des Businessplans deutlich werden. Generell hängt der Verdienst mit Brautmoden von der Anzahl der verkauften Kleider, der zugrundeliegenden Gewinnmargen und der Kostenstruktur (Miete, Personalkosten etc.) ab. Wer Brautkleider selber entwirft, hat die Marge grundsätzlich selber in den Händen. Wer Kleider international einkauft, kann mit Verhandlungsgeschick die Margen zum eigenen Vorteil gestalten. Letztlich werden die Margen vergleichsweise gering sein. Dadurch entstehen der Druck, mehrere Hochzeitskleider im Monat verkaufen zu müssen. Oft sind die Eltern der Braut in Spendierlaune, wenn es um das Hochzeitskleid der Tochter geht. Insofern handelt es sich um eine Geschäftsidee, die einen guten Verdienst in Aussicht stellt, wenn das eigene Brautmodengeschäft eine gefragte Nische oder eine am Standort vorhandene Angebotslücke bedient.
 

Zusammenfassung/FAQ für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Brautmode‘


1. Unter welchen Voraussetzungen kann ich ein Geschäft für Brautmode eröffnen?

Existenzgründer bzw. langjährige Betreiber von Brautmodengeschäften weisen darauf hin, dass eine Schneiderausbildung oder ein Studium im Textilbereich wichtige Voraussetzungen sind, um sich dauerhaft am Markt halten bzw. der aufstrebenden Billigkonkurrenz aus Fernost Qualität entgegensetzen zu können
 

2. Welche Herausforderungen in dieser Branche sollten Existenzgründer auf dem Bildschirm haben?

Durch TV-Formate sind in den letzten Jahren vielerorts neue Brautmodengeschäfte eröffnet worden, sodass der Markt aufgrund von viel Konkurrenz sehr umkämpft ist. Billigkonkurrenz aus China und große Modeketten, die Brautkleider auf den Markt bringen, erschweren ebenfalls die Ausgangsbedingungen für eine Existenzgründung mit einem Brautmodengeschäft
 

3. Wie viel Gewinn wirft ein Brautmodengeschäft ab?

Diese Frage müssen Gründer im Finanzteil des Businessplans auf der Basis von realistischen Szenarien selber beantworten können. Eine geringe Kostenstruktur und hohe Gewinnmargen sind die Grundvoraussetzungen für ein profitables Geschäftsmodell in dieser konkurrenzlastigen Branche.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?