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Die 6 wichtigsten Fragen für Ihre Existenzgründung

Schrift Fragen und Antworten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie weiß: Im Jahr 2016 entfiel der Mammut-Anteil der Neugründungen auf den gewerblichen Bereich (74,7 Prozent). Freie Berufe liegen mit 23,5 Prozent auf dem zweiten Platz und Land- und Forstwirtschaft liegt auf Rang drei (mit 1,8 Prozent). Was die meisten Gründer eint, sind viele Fragen. Die folgenden sechs Fragen sind die wichtigsten – und eben diese Fragen sollten Sie sich tunlichst bereits im Vorfeld beantworten.
 

1.) Können Sie genügend Ausdauer, Hartnäckigkeit und Leidenschaft für ein Thema an den Tag legen, um zu eben diesem Thema ein Unternehmen zu gründen?

Die Rede ist vom Gründer-Gen. Nur wer über diese Tugenden verfügt, um sein eigenes Unternehmen aufzubauen und zum Erfolg zu führen, wird seine Ziele auch erreichen können. Das heißt: Viel Arbeit, Klinken putzen sowie eine Reihe von Niederlagen werden den Weg zum Erfolg bahnen. Doch nur daran kann ein Unternehmen wachsen.
 

2.) Wissen Sie, auf welche Weise Sie zum Existenzgründer werden möchten? Mit einer eigenen Geschäftsidee, via Franchise oder im Rahmen einer Unternehmensnachfolge?

Möglichkeiten der Unternehmensgründung gibt es viele. Wer seine eigene Geschäftsidee zum Leben erwecken möchte, der wird in aller Regel neu gründen. Franchise-Systeme hingegen sind oft sehr starr in ihren Vorgaben, was manche Unternehmer in ihrer Kreativität einbremst. Die Übernahme eines Betriebs kommt meist nicht von ungefähr. Stattdessen wird der Nachfolger häufig aktiv ins bestehende Unternehmen eingebunden, um dann sukzessive die Geschäfte zu übernehmen.
 

3.) Löst die Geschäftsidee ein bestehendes Problem und findet sie damit grundsätzlich Anklang bei potentiellen Kunden? Ist es möglich, nicht nur eine Problemlösung anzubieten, sondern damit auch Geld zu verdienen? Die Antwort darauf sollte in einem umfangreichen Businessplan zu finden sein.

Es ist eine Gratwanderung zwischen den persönlichen Vorstellungen und den Bedürfnissen, die sich am Markt widerspiegeln. Wer diesen Spagat mit seiner Geschäftsidee schafft, der muss zudem bedenken, dass ein Unternehmer auf einem wirtschaftlich bedingten Kalkulationsmodell beruht. Passionierte Gründer, die die größten Fans ihrer eigenen Idee sind, laufen oft Gefahr, diesen wirtschaftlichen Ansatz aus den Augen zu verlieren.
 

4.) Können Sie die grundsätzlichen bürokratischen Anforderungen lösen? Haben Sie die Genehmigung, ein Gewerbe anzumelden? Gründen Sie in Eigenregie oder mit einem Partner und welche Rechtsform soll Ihr Unternehmen bekommen? Haben Sie alle Unterlagen beisammen, um Ihren Betrieb anzumelden?

Wer gründen möchte, muss im Vorfeld bereits seine Hausaufgaben gemacht haben. Das Who-is-Who der möglichen Rechtsformen ist die Basis für eine valide und wohl durchdachte Entscheidung. Diese Entscheidung hängt sowohl vom Geschäftsgefüge als auch von der Betriebsstruktur ab. Hinzu kommt der Spießrutenlauf, den Sie leisten müssen, um Ihren Betrieb anzumelden.
 

5.) Mit welchen Fördermitteln, Fremdkapital oder anderen Finanzierungsoptionen möchten Sie Ihr Unternehmen finanziell starten?

Nach dem Hinweis auf die dringend notwendige Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, ist natürlich auch ein Blick auf die Finanzen nötig, um den Finanzierungsbedarf abschätzen zu können. Wer auf Fördermittel oder Fremdkapital setzt, der muss sich individuell auf Ausschreibungen vorbereiten. Auch Investoren brauchen Kostenkalkulationen, um zu entscheiden, ob Sie in ein Projekt investieren. Und so ist das Einsammeln von Fremdkapital keineswegs nur ein Glücksspiel, sondern vor allem auch eine Sache von Vertrieb und Marketing. Wer sich gut verkauft, bekommt womöglich einen Zuschuss. Für dieses Prozedere ist ein längerer Vorlauf im Vorfeld nötig.
 

6.) Welche Aufgaben können und wollen Sie in Eigenregie erledigen und worin benötigen Sie Unterstützung?

Um nicht direkt nach dem Sprung in die Selbstständigkeit wieder unterzugehen, ist es zielführend zu wissen, welche Kompetenzen bereits im Unternehmen verfügbar sind und, welche zugekauft werden müssen. Auch wenn es Geld kostet, zusätzliche Leistungen einzukaufen, so ist dieses Vorgehen unterm Strich deutlich lukrativer als viel Zeit und Ressourcen auf Aufgaben zu verwenden, die nicht der eigenen Profession entsprechen.

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