Sie sind hier

Selbstständig machen - Fragen und Antworten

Selbstständiger sitzt am PC

Sie möchten sich selbstständig machen? Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten, die Sie im Rahmen Ihrer Existenzgründung beachten sollten.

Im Grunde ist jeder Selbstständige Begründer einer ur-eigenen Selbstständigkeit, denn die Grundausstattung an Motivation, Intention und Know-how ist meist grundverschieden. Ein Beispiel: Wer buchstäblich Hals über Kopf seine Festanstellung an den Nagel hängt, im Handumdrehen ein Online-Portal zu Vergleichszwecken aufsetzt und glaubt, damit langfristig als Selbstständiger reich werden zu können, der landet sicherlich schnell auf dem Boden der Tatsachen. Wer monate- oder sogar jahrelang nebenberuflich selbstständig ist und erst dann den Sprung in die Selbstständigkeit wagt, wenn genug Reserven auf dem Sparbuch liegen, um einige Zeit ohne Festgehalt über die Runden zu kommen – der ist das sicherheitsliebende Pendant eines Selbstständigen. Dazwischen gibt es jede Menge unterschiedliche Gesichter der Selbstständigkeit. Ein paar grundlegende Basics, die jeder Selbstständige oder Pre-Selbstständige wissen sollte, hält dieser Beitrag vor.
 

Sich selbstständig machen: Welche grundlegenden Faktoren muss ich beachten?

Die vielen Gesichter, die die Selbstständigkeit rein menschlich bedingt mit sich bringt, sind die eine Seite der deutschen Gründer- und Selbstständigen-Landschaft. Auf der anderen Seite stehen die folgenden Regularien, die Sie als Selbstständiger kennen sollten.
 

Status der Selbstständigkeit

Wann genau ist jemand selbstständig? Wer seine angebotene Dienstleistung auf eigene Rechnung macht, nicht weisungsgebunden ist und seine Arbeitszeit und den Arbeitsort frei bestimmen kann, ist selbstständig. Selbstständige arbeiten nicht nach Anweisung eines Arbeitgebers, sondern im Auftrag der eigenen Kunden. Viele Selbstständige arbeiten allein und ohne weitere Mitarbeiter.

Wichtig: Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

In puncto "Krankenversicherung" gibt es im Zuge Ihrer Selbstständigkeit nun wichtige Änderungen. Beachten Sie für weitere Informationen unseren Beitrag am unteren Ende dieser Seite!

 

Nebenberuf oder Haupterwerbsquelle?

Je nachdem, wie hoch die Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit ausfallen, ergeben sich wirtschaftliche Unterscheidungsmerkmale. Wird der Großteil der Einkünfte aus der Selbstständigkeit bezogen, wird von einem selbstständigen Haupterwerb gesprochen. Eine selbstständige Nebentätigkeit besteht, wenn neben der regulären Beschäftigung in Festanstellung ein zusätzliches Einkommen entsteht – aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit.
 

Freiberufliche Tätigkeit oder Selbstständigkeit?

Nicht jeder, der seine Tätigkeiten selbstständig abrechnet, ist auch ein Freiberufler. Laut § 18 Einkommenssteuergesetz üben Freiberufler Tätigkeiten aus, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Somit zählen unter anderem folgende Berufsgruppen zu den Freiberuflern: Ärzte, Diplom-Psychologen, Anwälte, Steuerberater, Ingenieure, Architekten, Journalisten, Dolmetscher oder Sachverständige.
 

Kleingewerbe oder Gewerbe anmelden?

Das einfachste Geschäftsmodell ist, als Kleinunternehmer zu starten. Wer als Einzelunternehmer startet, fällt unter die Rubrik Kleingewerbe und hat damit gegenüber den Behörden einen Sonderstatus. Hier ist weder die Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt notwendig, noch der Eintrag im Handelsregister. Der Kleinunternehmer muss in der Regel nur eine einfache Buchführung nachweisen. Welche Rechtsform sich anbietet, hängt von diversen Faktoren ab. Einen Überblick dazu gibt es hier.
 

Durchhaltevermögen beweisen.

Als Existenzgründer oder Kleinunternehmer braucht es eine gute Portion Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen, um die Selbstständigkeit zum Erfolg zu bringen. Am Ende des Monats wartet kein festes Gehalt auf Ihrem Konto. Sie erhalten nur das, wofür Sie auch wirklich eine Leistung erbracht haben. Wer von den eigenen Leistungen leben will, kann eine längere Durststrecke erleben, bis die Auftragslage rentabel genug ist. Der eigene Idealismus und die Bereitschaft, sich auch von Widerständen und Rückschlägen nicht vom Weg abbringen zu lassen, sind wesentliche Eigenschaften eines jeden erfolgreichen Selbstständigen.
 

Chance zum Durchbruch.

Sehr viele Arbeitnehmer denken im Laufe ihres Berufslebens daran, sich möglicherweise einmal selbstständig zu machen. Kein Stress mehr mit dem Chef, die Leidenschaft zum Beruf machen zu können und die Arbeitszeiten freier einzuteilen – das erscheint vielen Menschen verlockend. Und dies sind in der Tat auch die großen Vorteile einer selbstständigen Tätigkeit. Wenn Sie ein besonderes Talent haben oder eine bestimmte Geschäftsidee endlich verwirklichen wollen, geht es fast nicht anders, als dies auf selbst- oder eigenständigem Weg zu tun. Wer sich mit seinem Unternehmenstraum durchsetzt und trotz der Hürden daran festhält, wird meist mit Erfolg belohnt. Das Gefühl, der eigene Chef mit einer eigenen Geschäftsidee zu sein, entschädigt dabei für vieles.
 

Soll ich mich selbstständig machen? Bin ich ein Unternehmer-Typ?

Existenzgründer beschäftigen sich oft mit der Frage, ob sie überhaupt dazu geeignet sind, sich selbstständig zu machen. Gibt es bestimmte Eigenschaften, die ein Unternehmer mitbringen muss? Und wenn ja, welche sind das? Die gute Nachricht für alle Zweifler: Im Prinzip kann sich jeder selbstständig machen. Es kommt darauf an, dass die Selbstständigkeit zu Ihnen passt.

Es gibt Millionen Selbstständige und Sie können davon ausgehen, dass jeder seine ganz eigene Form der Selbstständigkeit lebt. Jeder hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Der Punkt ist, dass Sie sich selbst so gut kennen müssen, dass Sie Ihre Stärken ideal nutzen und Schwächen in Bezug auf Ihre individuelle Selbstständigkeit gezielt ausgleichen können. Hier folgen zwei Beispiele.
 

Beispiel 1: Der Goldschmied

Peter Meier ist ein begnadeter Kunsthandwerker und fertig wunderschöne Schmuckstücke an. Er hat allerdings keine Ahnung von Vermarktung und auch Verkaufen liegt ihm nicht. Er arbeitet am liebsten in seiner Werkstatt und will mit der Organisation drumherum eigentlich gar nichts zu tun haben. Deshalb hat er Freelancer dazu verpflichtet, einen Onlineshop zu bauen und dafür zu sorgen, dass potenzielle Kunden ihn online finden. Der Shop verfügt über ein automatisches Bestell- und Abrechnungssystem, das mit seinem Steuerbüro verbunden ist. Peter fertigt auf diese Weise Schmuckstücke auf Bestellung an und hat mit den administrativen Aufgaben fast nichts zu tun.
 

Beispiel 2. Die Schmuckhändlerin

Lisa Jacobs ist Bloggerin. Sie unterhält Accounts auf Social Media Plattformen und sie setzt sich gerne in Szene. Sie liebt Modeschmuck und weiß immer ganz genau, was gerade angesagt ist. Handwerkliches Geschick hat sie nicht. Sie kennt sämtliche Onlineshops und verfügt über ein breites Wissen innerhalb der Schmuckbranche. So hat sie auch die entsprechende Bezugsquellen entdeckt, die Händlern vorbehalten sind. Ihre Geschäftsidee: Handel mit Modeschmuck und Accessoires. Auf ihrer Website sind trendige Teile und angesagter Modeschmuck zu finden. Hinzu kommen Halstücher und Handtaschen. Sie ist ihr eigenes Model und hat gemeinsam mit Freundinnen tolle Fotos geschossen, die ihren Shop einzigartig machen. Die Freude am Schmuck springt buchstäblich aus den Bildern hinaus zum Betrachter. Das Ganze begleitet sie mit Blogbeiträgen und baut über Facebook und Instagram ihre Fanbase auf. Das zieht einen stetig wachsenden Strom von Kunden nach sich. Bestellt jemand im Onlineshop, sorgt sie per Dropshipping dafür, dass die Ware zugestellt wird. Mit der Buchhaltung will sie ebenfalls nichts zu tun haben. Sie nutzt in diesem Bereich ein ähnliches Konzept wie Peter Meier.

Anhand der Beispiele können Sie erkennen, dass es darauf ankommt, die passende Strategie zu entwickeln, die zu Ihnen und Ihrer Geschäftsidee passt. Falls Sie allerdings noch ganz am Anfang stehen und noch gar nicht so genau wissen, was Sie eigentlich machen wollen, helfen Ihnen vielleicht unsere Geschäftsideen weiter.
 

Wie mache ich mich selbstständig?

Grundlage für eine gut funktionierende Selbstständigkeit ist zuallererst eine gut durchdachte Geschäftsidee. Doch das alleine genügt nicht. Sie brauchen eine Strategie, einen Plan zur Umsetzung und ein gewisses Budget. Bei allen Überlegungen gelten vordergründig die Fragestellungen: "Was biete ich, was andere nicht bieten?" bzw. "Was hebt mein Unternehmen / meine Dienstleistung von denen anderer ab?" Mit diesen Fragen zielen Sie auf den Unique Selling Point ab (USP). Der USP ist wichtig, jedoch nicht das einzige Kriterium, das Sie im Auge behalten müssen. Ein Blick sollte auch immer auf die Zielgruppe und Konkurrenzsituation gerichtet sein.

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist mit guter Vorbereitung einfacher, als Sie vielleicht denken. Wenn Sie eine gute Geschäftsidee gefunden haben, sollten Sie sich einen Plan erstellen, womit Sie Ihre Einnahmen erzielen und Kunden gewinnen möchten. Einen Businessplan benötigen Sie zwar nur, wenn Banken ins Spiel kommen, dennoch sollten Sie diesen für sich erstellen. Ein Businessplan besteht im Prinzip aus zwei Teilen: dem Zahlenteil und dem Textteil. Im Textteil stellen Sie Ihre Geschäftsidee im Detail dar. Dazu gibt es hilfreiche Fragebögen und Checklisten, die Sie durch alle relevanten Bereiche führen, die Sie bei der Ausarbeitung Ihrer Geschäftsidee benötigen. Informieren Sie sich gründlich, und nehmen externe Beratungsangebote in Anspruch. Hilfreich sind die kostenlosen Beratungsstellen der Stadt oder IHK, s.u.
 

Die Planung Ihrer Selbstständigkeit: Gut zu wissen

Die Planung der Existenzgründung ist der Startpunkt für Ihre Selbstständigkeit. Gründen Sie neben einem Hauptberuf oder wollen Sie mit der Existenzgründung der Arbeitslosigkeit entkommen? Ihre Ausgangssituation ist maßgeblich für die Planung und die weiteren Schritte. Überlegen Sie sich ganz genau, mit welcher Geschäftsidee Sie sich selbstständig machen wollen. Zudem ist es unerlässlich, die folgenden Punkte zu klären:

Dann folgt nur noch der Gang zum Gewerbeamt (einige Berufsarten ausgenommen), wo Sie das Gewerbe anmelden und einen Gewerbeschein erhalten. Die Selbständigkeit ist somit formell schon auf den Weg gebracht.
 

Selbstständig machen - brauche ich einen Businessplan?

Einen Businessplan benötigen Sie zwar nur dann, wenn Sie ein Startkapital bei einer Bank beantragen möchten, oder Investoren als Geldgeber gewinnen möchten. Eine Auswahl an Mustervorlagen für einen Businessplan finden Sie in unserer Kategorie Vorlagen. Dennoch ist es hilfreich und empfehlenswert, sich im Vorfeld der Selbstständigkeit ungeachtet der Erforderlichkeit bei Krediten einen eigenen Businessplan zu erstellen. Denn nur mit einer sorgfältigen Planung ist es möglich, ein Geschäftsvorhaben erfolgreich zu verwirklichen. Nicht fehlen sollten in Ihrem Businessplan folgende Punkte:

  • Marktanalyse und Wettbewerbssituation

  • Aussichten und Perspektive des Berufsbildes

  • Standort

  • Mitarbeiter

  • Kostenkalkulation

  • Gewinnerwartung
     

Gibt es kostenlose Beratungsstellen?

In Jeder größeren Stadt gibt es kostenlose Beratungsangebote für Existenzgründer. Auf der Internetseite des BMWi finden Sie alle notwendigen Informationen und Stellen. Weitere Informationen finden Sie auch in diesem Beitrag.
 

Welche Finanzierung passt zu mir?

Es ist fast unmöglich, eine Existenzgründung ohne Geld zu realisieren. In den allermeisten Fällen kommen Sie nicht daran vorbei, eigenes Geld einzusetzen oder einen Kredit zu beantragen. Selbstständig machen ohne Eigenkapital ist zwar nicht ganz einfach, doch es ist auch nicht unmöglich. Unser Rat: Führen Sie eine sorgfältige Kostenplanung durch und prüfen Sie die Möglichkeit von Zuschüssen und Förderungen. Damit leisten Sie übrigens schon wesentliche Arbeiten, die Sie bei einem späteren Bankgespräch mit Sicherheit auszahlen werden. Warum? Weil Banker informierten und vorausschauend denkenden Existenzgründern mehr zutrauen und deshalb auch öfter eine Finanzierung ermöglichen.


Gibt es staatliche Fördermittel, und wie beantrage ich diese?

Um erfolgreich selbstständig zu sein spielt der Kapitalbedarf eine sehr große Rolle. Oftmals stoßen Gründer bei den Banken auf enorme Hindernisse bei der Kreditvergabe. Aus diesem Grund hat der Staat viele Förderinstrumente bereitgestellt, die Sie in unserer Rubrik "Existenzgründerdarlehen" finden. Bevor Sie also vorschnell einen überteuerten Hauskredit bei der nächstbesten Bank beantragen, informieren Sie sich auf unseren Seiten.
 

Kann ich mich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen?

Ja. Als Nachfolgeprogramm zur "ICH-AG" gibt es den staatlichen Gründerzuschuss. Beantragt werden kann dieser bei der Bundesagentur für Arbeit. Voraussetzung für die Gewährung des Gründerzuschusses ist die Darlegung entsprechender Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit erforderlich sind. Durch eine fachkundige Stelle (IHK, HWK, Fachverbände oder Kreditinstitute) wird zudem geprüft, ob man weitere Voraussetzungen für die Selbstständigkeit erfüllt.
 

Wieviel Startkapital sollte man vorweisen, wenn man sich selbstständig machen möchte?

Ein Eigenkapital von rund 15% der gesamten Anfangskosten sollten Sie als Rücklage für Ihre Selbstständigkeit einplanen. Diese dient unter anderem für notwendige Geschäftsausstattung, Rücklagen für die Steuer, Personal, Miet- und Mietnebenkosten sowie Versicherungen. Oftmals reichen 15% Eigenkapital jedoch nicht aus, um den Start der Existenzgründung zu finanzieren. Kümmern Sie sich daher noch im Vorfeld um die Gewinnung von Geldgebern. Doch auch wenn die Zinsen heutzutage niedrig sind, erleichtert das in keiner Weise die Beantragung von Bankendarlehen. Prüfen Sie daher immer zuerst, ob und welche staatlichen Förderungen Sie nutzen können. Versuchen Sie auch, Eltern oder Bekannte als Geldgeber für Ihre Idee zu begeistern. Das erleichtert am Anfang einiges. Erst zum Schluss sollten Sie das Gespräch mit Ihrer Bank suchen.
 

Welche Behördengänge sind erforderlich, um die Selbstständigkeit zu starten?

Freiberufler benötigen das Finanzamt, ein Handwerksbetrieb muss bei der zuständigen Handwerksrolle eingetragen werden und ein Gewerbebetrieb muss bei dem zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden. Wenn Arbeitnehmer angestellt werden, müssen diese zudem innerhalb von einer Woche bei der Krankenversicherung, Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft und dem Arbeitsamt angemeldet werden. Je nach Berufsart können noch weitere Anmeldeformalitäten bei der Gewerbeanmeldung anfallen. Zum Beispiel behördliche Genehmigungen oder Eignungsnachweise. Anzuraten ist, ein oder mehrere Gründerberatungen in Anspruch zu nehmen, um bestens auf alles vorbereitet zu sein.
 

Benötige ich einen Steuerberater?

Im Grunde hängt es von Ihnen selbst und der Art der selbstständigen Tätigkeit ab, ob Sie einen Steuerberater benötigen oder nicht. Hilfreich ist, im Zuge der Existenzgründung eine Gründerberatung (siehe oben) in Anspruch zu nehmen, um hier im Vorfeld auch einige steuerliche Fragen klären zu können. Alternativ macht auch eine Erstberatung bei einem Steuerberater Sinn. Erkundigen Sie sich immer vorab telefonisch nach den Gebühren für eine Erstberatung oder holen Sie sich gleich online kostenlos Angebote von mehreren Steuerberatern ein

Ein Erstgespräch bei einem Steuerberater ist oft kostenfrei, doch in diesem Rahmen können Sie nicht erwarten, dass Ihnen alle Fragen gratis beantwortet werden. Im Erstgespräch geht es darum, sich kennenzulernen und einen Eindruck zu erhalten, ob eine Zusammenarbeit in Frage kommt oder nicht. Haben Sie sich dazu entschlossen ein Mandat zu erteilen, beantwortet der Berater Ihnen alle Fragen aus steuerlicher- und betriebswirtschaftlicher Sicht, die mit Ihrer Existenzgründung einhergehen. Sie klären mit ihm ab,

Auch, wenn es um die Unternehmensführung geht, sind betriebswirtschaftlich versierte Steuerberater oft behilflich. Sie können Sie in Sachen Forderungs- und Zahlungsmanagement unterstützten. Nicht selten üben Steuerberater auch die Tätigkeit eines Gründungsberaters aus, doch das ist nicht zwingend der Fall. Fragen Sie gezielt danach, ob er auch betriebswirtschaftlich berät und sich mit den typischen Bereichen der Unternehmensführung auskennt. Falls nicht, suchen Sie lieber einen Unternehmensberater auf oder nehmen Kontakt zur IHK auf. Falls Sie sich einen ersten Überblick über die Themenbereiche Organisation, Prozessoptimierung, Recht und Gesetz sowie Zeitmanagement verschaffen wollen, finden Sie informative Artikel auf unserer Seite im Bereich Wissen unter dem Menüpunkt Unternehmensführung.



Wie mache ich mein Geschäft bekannt?

Das wichtigste Mittel für Erfolg ist die "Mund-zu-Mund-Propaganda". Wenn Sie von Kunden weiterempfohlen werden, haben Sie alles richtig gemacht. Stellen Sie am Anfang Kontakt zu den lokalen Medien her und präsentieren Sie Ihnen komplettes und exklusives Text- und Bildmaterial zur Veröffentlichung. Stellen Sie hierbei die Besonderheit Ihres Unternehmens und den Mehrwert für die Kunden heraus. Auch eine ansprechende Internetseite gehört heutzutage zum Fundament einer Selbstständigkeit. Viele potentielle Kunden suchen mittlerweile Dienstleistungen über das Internet. Ein passender Mix aus Internetauftritt, lokaler Werbung und/oder digitaler Werbung im Internet sowie Pressearbeit sind ideal, um Kunden zu gewinnen. Wenn Sie noch keine Vorstellung davon haben, wie Sie Ihre Marketingstrategie ausrichten, hilft die Lektüre unseres Beitrags „Mit der richtigen Marketingstrategie neue Kunden gewinnen“ bei der Ideenfindung.
 

Benötige ich ein Firmenkonto?

Richten Sie am besten noch ein separates Firmenkonto ein, bevor Sie sich selbstständig machen. Trennen Sie Ihre geschäftlichen Umsätze von Beginn an strikt von Privatem, denn sonst verlieren Sie schnell den Überblick. Wenn es gilt, Ihr Konto auf Geldeingänge zu überprüfen, oder schnell einen Ausgabenabgleich zu erhalten, erleichtert Ihnen ein separates Firmenkonto die Kontoführung erheblich. Wenn Sie bilanzierungspflichtig sind, müssen ohnehin alle Umsätze über ein Konto abgewickelt werden.'
 

Welche Versicherungen sollte ich abschließen?

Es gibt eine ganze Reihe notwendiger Versicherungen für Existenzgründer und Selbstständige. Die wichtigsten aller Versicherungen sind die Betriebshaftpflichtversicherung und die / Berufshaftpflichtversicherung. Am besten sollte diese zeitgleich abgeschlossen werden, wenn Sie sich selbstständig machen. Diese schützt vor Personen- und Sachschäden, die Sie oder Ihre Mitarbeiter verursachen. Des Weiteren ist eine Inventarversicherung sinnvoll, wenn Sie Büroräume angemietet haben. Hierdurch sind Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruchdiebstahl abgesichert. Die Kosten für beide Versicherungen sind steuerlich als Betriebsausgabe voll absetzbar. Wenn Sie eine beratende oder gutachterliche Funktion innehaben, sollte auch über eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nachgedacht werden. In den ersten Jahren der Selbstständigkeit beruhigt viele Existenzgründer, die über viele Jahre als Angestellte tätig waren, die Möglichkeit, die Arbeitslosenversicherung weiter zu führen. Und denken Sie daran für Ihr Alter vorzusorgen. Falls Sie nicht länger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, brauchen Sie eine Alternative, um die Lücke zu schließen. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zum Schutz der eigenen Arbeitskraft und der obligatorischen Krankenversicherung versteht sich für die meisten fast von selbst.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

Als Selbstständiger sind Sie nicht mehr ohne weiteres in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sie müssen sich dort nun auf Antrag befreien lassen. Die künftige Beitragshöhe richtet sich hier nach Ihrem Einkommen. Die Kosten für Selbstständige betragen in 2018 zwischen ... [ weiter... ]

Weitere Artikel zu diesem Thema